Das haben die Buben und ihr Trainer noch vor sich

Seit dem 23. Juni muss eine junge Fußballmannschaft in der Tham-Luang-Höhle in Thailand ausharren. Vier Buben wurden gerettet, den anderen steht noch ein harter Weg bevor.

Vier der insgesamt zwölf Burschen, die zusammen mit ihrem Trainer in einer Höhle in Thailand festsitzen, wurden gerettet. Berichten zufolge wurden die stärksten von ihnen zuerst aus der Todesfalle geholt. Der Wettlauf gegen die Zeit geht weiter. Denn der Regen setzt wieder ein.

Die Taucher bereiten in den nächsten Stunden die Fortsetzung des Rettungseinsatzes vor. Sind sie bei den Festsitzenden angelangt, beginnt die eigentliche Prozedur: Etwa sechs Stunden dauert es, um vom Standort der Gruppe zum Höhlenausgang zu gelangen. Das sind die Stationen bis dorthin:

Die Kammer: Der Ort, an dem die Fußballer festsitzen, ist laut einer "Bild"-Grafik etwa acht Meter hoch und drei Meter breit. Dahinter geht es etwa zehn Kilometer weiter in die Tiefe.

Heikler Engpass: An einigen Stellen ist die Höhle so eng, dass die Taucher laut "Bild" ihre Sauerstoffflaschen vorschieben sich her müssen. Die heikelste Stelle ist demnach lediglich 72 Zentimeter breit, 38 Zentimeter hoch, fünf Meter tief und etwa 15 Meter lang.

Die Operationsbasis: Der Grafik ist des Weiteren zu entnehmen, dass die Höhle an einer Stelle verzweigt ist. Danach führt sie zur Operationsbasis, wo die Retter ihre Tauchausrüstung deponiert haben.

Der Eingang: Der Ein- beziehungsweise Ausgang der Höhle liegt rund vier Kilometer von der Kammer entfernt, in der die Buben und ihr Trainer festsitzen.

Der größte Feind der Rettungsmission ist der Regen. In der aktuellen Monsunzeit kann das Wetter heftig und plötzlich umschlagen. Und selbst Höhlen-Experten können die Zeit, die den Buben und dem Trainer bei einem Wetterumschwung noch bleibt, nicht eindeutig berechnen.

"Die Höhle ist kein in sich geschlossenes System, sondern liegt in einem Berg, ist kleinteilig vernetzt und besitzt Zuflüsse, die oftmals nicht vorherzusehen sind", sagt Bärbel Vogel, Vorsitzende des Verbands der deutschen Höhlen zur "Zeit". "Wenn sich das Wetter – das selbst unberechenbar ist – ändert und neuer Regen fällt, kann es sein, dass plötzlich Wasser auf Wegen einfließt, die vorher unbekannt waren."

Das Drama um die jungen Fußballer im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihren Betreuer begann am 23. Juni, als Wassermassen die Gruppe mehrere Kilometer tief in die Höhle trieb und dort einschloss.

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(kaf)

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