The Haunting of Hill House (Spuk in Hill House)

Horror trifft Familiendrama in der Verfilmung von Shirley Jacksons berühmter Geistergeschichte.

Einen Sommer wollen Hugh und Olivia Crain mit ihren fünf Kindern in Hill House verbringen, einem altehrwürdigen Anwesen mitten im Nirgendwo des ländlichen Massachusetts. Das Ziel: Die Villa renovieren und mit möglichst viel Profit verkaufen. Schnell finden die Kids jedoch heraus, dass Geister in dem alten Gemäuer ihr Unwesen treiben. Eines Nachts flieht die Familie schließlich Hals über Kopf in ein nahegelegenes Motel.

26 Jahre später wirft Hill House immer noch seinen Schatten über die Crains. Papa Hugh ist bei seinem Nachwuchs in Ungnade gefallen, weil er nicht die ganze Wahrheit über das Schicksal seiner Frau verraten will. Seine erwachsenen Kinder kämpfen aber auch mit ihren eigenen Dämonen: Bindungsängste, Trauer, Drogenabhängigkeit. Als Nesthäkchen Nell (Victoria Pedretti) auf eigene Faust ins Spukhaus zurückkehrt und dort ihr Leben lässt, muss sich die Familie mit der Vergangenheit auseinandersetzen.

Furchteinflößend gut

In puncto Grusel und Spannung kann keine Produktion aus der jüngeren Film- und TV-Geschichte "The Haunting of Hill House" das Wasser reichen. Der Schrecken blitzt nicht nur in schnellen Schnittfolgen und plärrenden Soundschnipseln auf, sondern wächst mit jedem Wort, jedem Backflash, jeder flackernden Glühbirne. Übernatürliches Grauen und Alltags-Horror verschränken sich zu einer kurzweiligen, zehnstündigen Geisterbahnfahrt.

Der Roman von Shirley Jackson, auf der die Serie basiert, wurde bereits mehrfach verfilmt (eine der bekanntesten Versionen ist "Das Geisterschloss" mit Liam Neeson aus dem Jahr 1999), so furchteinflößend wie Netflix brachte es allergings noch niemand zustande. Nettes Detail am Rande: In jeder Episode sind zig Geister versteckt, die auch mit Adlerauge und Cursor auf dem Pausen-Button nicht immer leicht zu entdecken sind. (lfd)

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