Ein schottisches Zumpferl sorgt für Gekicher

Die Netflix-Nacktszene von Chris Pine wird im Netz heiß diskutiert. Der Schauspieler übt Kritik.
In "The Outlaw King" verkörpert der Amerikaner Chris Pine (unter anderem aus den neuen "Star Trek"-Filmen und "Wonder Woman" bekannt) den schottischen König Robert the Bruce. Der nimmt in einer Szene des Films ein Freiluftbad und steigt hernach nackt aus den Fluten. Zuschauer und Kritiker sehen sich seither bemüßigt, Pines Penis ausführlich zu diskutieren.

"Die Leute kichern über meinen Penis, als wären wir Schulkinder", ärgerte sich der Schauspieler im Gespräch mit "Mirror". "Es gibt Filme, in denen sich die Leute die Köpfe absägen, die du in meinem Land einem 13-Jährigen ohne Probleme zeigen kannst."

"Zeigst du zwei Leute, die Sex haben, und deine Mutter muss sich davor verstecken. Und wenn du das weiterdenkst, ist es doch so, dass Intimität zu zeigen etwas Verbotenes hat, aber Gewalt zu zeigen bekommt Zustimmung."

Sinnvoll nackt

Oft wird debattiert, ob Nacktszenen für die jeweilige Rolle oder den Plot zwingend erforderlich sind. Auf seinen Badeaufritt in "The Outlaw King" trifft das laut Pine zu: "Beim Erkunden dieser Art von Mensch, den man König nennt und der wie ein König behandelt wird, dachte ich, es wäre wichtig den König und das Tier zu sehen - dass seine Füße im Schlamm stehen." Dass er zugleich gewalttätig, primitiv und bestialisch, aber auch noch etwas anderes ist. Also dachte ich, es wäre wirklich wichtig, den Menschen enthüllt und als sein animalisches Selbst zu sehen."

CommentCreated with Sketch.1 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Der Trailer von "The Outlaw King":



Geschlechterrollen

Nun sprechen die Leute aber über Pines bestes Stück, als wären sie "Teenager, die Flaschendrehen spielen". Dass die andere hüllenlose Performance im Film kommentarlos hingenommen wird, stößt dem Schauspieler ebenfalls ungut auf.

"Florence [Pugh, die Roberts Frau Elizabeth spielt, Anm.] zeigt ihren gesamten Körper in dem Film und niemand spricht darüber. [...] Wird das von Florence erwartet, weil sie eine Frau ist und von mir nicht, weil ich ein Mann bin?"

Gewalt

Andere Szenen des Streifens würden laut Pine aber mehr Diskussionsstoff hergeben: "Es gibt mit Sicherheit eine Menge Gewalt in diesem Film, und die Leute werden ausgeweidet und so, und keiner will darüber sprechen."

(lfd)



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