Wie "Heute" berichtete, hat sich nach einer Operetten-Vorführung von "Die lustige Witwe" am TAG in der Wiener Gumpendorfer Straße ein Theater-Cluster gebildet. Am Montag waren 24 Personen infiziert. Nun ist die Zahl deutlich angestiegen.
Mittlerweile konnten 46 Infektionen dem Cluster zugeordnet werden, erklärte der Sprecher des Krisenstabs der Stadt Wien, Andreas Huber, gegenüber "Heute". Auch Familienangehörige von Besuchern wurden positiv getestet.
Huber geht nicht davon aus, dass noch weitere positive Fälle hier auftreten könnten. Es seien mittlerweile alle Betroffenen getestet worden.
61 Personen befanden sich bei der Vorstellung im Publikum. Es handelte sich um eine Veranstaltung der Musikuni Wien, für die man laut Huber keine Karten erwerben konnte. Die Gäste waren allesamt Verwandte, Freunde und Bekannte der Künstler, die Freikarten erhalten hatten.
Den Behörden wurde eine Liste aller Besucher und den Personen im Bühnenbereich übergeben, die überprüft wurde. Der potenzielle Kreis von Betroffenen sei damit in sich geschlossen gewesen, so Huber. Somit gab es keinen öffentlichen Aufruf.
Laut Krisenstab seien bei der Vorstellung alle Regeln eingehalten worden. So gab es etwa nur zugewiesene Sitzplätze. Zur Ansteckung sei es laut Hubers Einschätzungen "wahrscheinlich davor und danach, aber nicht während der Aufführung gekommen." Da die Besucher ohnehin auch privaten Kontakt pflegen, sei eine Ansteckung hier eher wahrscheinlich.