"Als Theaterdirektor blicke ich mit einer gewissen Sorge in die Zukunft", meinte Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger kürzlich zu "Heute". Eine Woche und Tausende Corona-Neuinfizierte in Österreich später möchte das Theater in der Josefstadt nichts mehr über das sagen, wovor sich viele Theatermacher fürchten: eine mögliche weitere Verschärfung der Corona-Auflagen im Kulturbetrieb. Nur wenige Vertreter der großen Theater, bei denen "Heute" nachgefragt hat, wollen sich dazu äußern.
Aus der Wiener Staatsoper heißt es, dass man zuerst einmal abwarten möchte, was eine Ampelfarbe Orange für den Kulturbetrieb bedeuten würde. Einen "Plan B" gibt es an der Staatsoper keinen, und bei den Hygienemaßnahmen mache man ohnehin das Maximum.
An der Volksoper rechnet man mit einer Reduktion der maximalen Besucherzahl für Indoor-Veranstaltungen (derzeit 1.500), gleichzeitig sagt man aber auch, dass man in Absprache mit dem Eigentümer, also dem Staat, auch vor weniger Publikum spielen würde.
Und Franz Patay, Chef der Vereinigten Bühnen Wien, meint: "Sollten wir bei Orange nur mehr vor 250 Leuten spielen dürfen, werden wir es tun. Mich stört aber, dass den Kulturinteressierten immer ein größeres Risiko als anderen unterstellt wird. Wer Kultur genießt, macht dabei in der Regel nichts körperlich Anstrengendes…"