Therapeut wird mit Patientinnen intim: "War freiwillig"

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Ein Therapeut soll Sex mit Patienten gehabt. Er beteuerte: "Es war alles freiwillig." Die Staatsanwaltschaft warf ihm Vergewaltigung vor.  

Finale im heiklen Prozess in Krems: Ein Therapeut aus Westösterreich, mit damaliger Praxis im Waldviertel, soll Frauen in Trance gefügig gemacht und teils sogar vergewaltigt haben. 

Opfer in Trance?

Rückblick: Der Angeklagte hatte bis 2020 im Waldviertel eine eigene Praxis betrieben und war psychotherapeutisch tätig. Während der Sitzungen soll der 48-Jährige laut Anklageschrift den Willen der Patienten durch Trance teils ausgeschaltet und sich an den Opfern vergangen haben.

Verkehr nach Gruppensitzung

Der Beschuldigte soll auch nach Kontaktaufnahme durch ein Opfer wegen einer psychischen Verstimmung zu einer Sitzung eingeladen und mit ihr dann mehrere Male verkehrt haben. An einer Frau soll er sich nach einer Gruppensitzung vergangen haben - mehr dazu auch hier.

Beim Auftakt des für drei Tage anberaumten Prozesses (großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit) Anfang Oktober meinte der Angeklagt: "Es war alles freiwillig und einvernehmlich. Moralisch ist es natürlich bedenklich." Sein Anwalt sprach gar von einer Racheaktion: Zwei eifersüchtige Frauen hätten den Stein ins Rollen gebracht und die Ermittlungen geben den 48-Jährigen eingeleitet.

Jetzt fiel ein Urteil: Der Therapeut wurde vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Er wurde indes für den Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses in zwei Fällen schuldig gesprochen. Dafür setzte es acht Monate bedingte Haft sowie eine unbedingte Geldstrafe (rechtskräftig).

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