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Thiem: " … dann wäre er über mich drübergefahren"

Dominic Thiem startete souverän in die French Open. Nun wartet der US-Amerikaner Jack Sock. "Ein geiler Spieler", freut sich der Österreicher.

Erich Elsigan
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Dominic Thiem siegte vor 1.000 Fans.
Dominic Thiem siegte vor 1.000 Fans.
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Die erste Hürde ist geschafft. Dominic Thiem fertigte zum Auftakt der French Open Marin Cilic (Kro) – Nummer 40 der Tennis-Welt – in drei Sätzen mit 6:4, 6:3 und 6:3 ab. Zwei Stunden benötigte der Österreicher für den souveränen Sieg.

Im Vorfeld hatte Thiem mit der kniffligen Auslosung gehadert. "Wenn ich da nicht von Anfang an da gewesen wäre, wäre er mir sicher drübergefahren. Deshalb habe ich schon ein bisserl Bammel gehabt vor dem Match. Aber es ist super gelungen", resümierte das ÖTV-Ass nach dem Matchball.

"Spannungsaufbau nicht einfach"

Nicht nur der Gegner, auch die ungewohnte Situation habe Thiem beschäftigt. Schließlich krönte er sich vor wenigen Tagen erstmals zum US-Open-Champion. "Die größte Challenge war, einfach wieder diese richtige Anspannung zu finden, weil natürlich ist nach New York ein Riesendruck von mir abgefallen", berichtet der Weltranglisten-Dritte. "Ich war zu Hause, habe ein paar Tage wirklich nicht an Tennis gedacht oder nichts gemacht. Dann eben in so kurzer Zeit wieder diesen guten Match-Rhythmus zu finden, diese Spannung wieder aufzubauen, das war nicht einfach."

In der zweiten Runde trifft Thiem am Mittwoch auf den US-Qualifikanten Jack Sock. "Ein richtig geiler Spieler. Ich schau mir den Jack richtig gern an", freut sich der Favorit auf die Partie. "Natürlich hat er eine unglaubliche Vorhand, die gilt es zu vermeiden, weil er die aus jeder Position spielt."

Haas nach Aus enttäuscht

Das Aus kam hingegen für Barbara Haas. Die Österreicherin, die sich durch die Qualifikation gekämpft hatte, unterlag der Taiwanesin Hsieh Su-wei nach 1:34 Stunden mit 3:6 und 6:7. 

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass es heute nicht geklappt hat. Ich habe in den wichtigen Momenten einfach ein bisserl zu viele und auch leichte Fehler gemacht, das hat mir leider das Spiel gekostet", ärgerte sich die 24-Jährige. Trostpflaster: ein Scheck über 60.000 Euro.

"Während des Lockdowns war ich schon sehr verzweifelt und habe mir schon ernsthafte Gedanken gemacht, wie es jetzt weitergeht. Ich werde das natürlich alles in meine Karriere investieren, ich brauche eh jeden Cent", meinte die 143. der WTA-Rangliste.

    Lindsey Vonn gratuliert Dominic Thiem.
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