Es war ein Kraftakt! Dominic Thiem schlug Hugo Gaston nach 3:32 Stunden mit 6:4, 6:4, 5:7, 3:6, 6:3 und trifft im Viertelfinale der French Open auf Kumpel Diego Schwartzman (Arg), der gegen Lorenzo Sonego ganze acht Games abgab. "Es war ein großartiges Spiel von beiden. Ich bin happy, das gewonnen zu haben. Wenn Hugo so weitermacht, wird er ein großer Spieler", wirkte Thiem erleichtert und streute seinem Gegner Rosen.
Die bange Frage: Erholt sich Thiem von diesem körperlichen und geistigen Kraftakt?
Der Franzose Gaston zermürbte Thiem mit einer Unzahl an Stopps und seinem unorthodoxen Spiel. "Die Stopps waren von einem anderen Planeten. Ich sprintete gefühlt 400 Mal ans Netz. Ich hatte keine Antwort", blickte Thiem nach dem Match zurück. Gaston schaffte nach einem 0:2-Satzrückstand fast das Comeback. Mit ständigen Rhythmuswechseln brachte er Thiem aus dem Konzept. Die Nummer drei der Welt wirkte körperlich und geistig angeknockt. Die Strapazen der letzten Wochen mit dem US-Open-Triumph schienen Wirkung zu zeigen.
Doch in Satz fünf fing sich Thiem. "Da kam die Energie zum Glück zurück. Ich habe dann wieder gut gespielt." Thiem gelang das entscheidende Break zum 5:3, servierte aus, nachdem Gaston den ersten Matchball sehenswert mit einem Passierball abwehrte. Im Viertelfinale wartet Diego Schwartzman, der zuletzt auf Sand in Topform spielte.