Dominic Thiem hat eigentlich keinen Grund, verstimmt zu sein. Österreichs Tennis-Superstar eilte am Donnerstag in der zweiten Runde der US Open gegen den Inder Sumit Nagal zum Sieg. Der an Nummer 2 gesetzte Lichtenwörther trifft am Samstag in Runde drei auf den Kroaten Marin Cilic. Es ist das Duell der Nummer 3 gegen den 31. der Weltrangliste.
Im Match gegen Nagal kam es dennoch zu einer kuriosen Szene, in der Thiem eine Schimpftirade losließ. Der 27-Jährige wirkte an seinem Geburtstag alles andere als zufrieden, als er sich im ersten Satz mit einem Supervisor anlegte.
Was war der Auslöser? Thiem wollte sich mit einem Red Bull stärken. Der Brausehersteller ist, vermutlich nicht ganz zufällig, zugleich einer von Thiems Sponsoren. Den Veranstaltern der US Open passte das aber gar nicht. Sie ließen ihn nicht aus der Dose trinken und damit Werbung für die Firma machen.
Thiem wütete: "Ihr seit verrück nach eurem Anti-Doping und dann geht ihr aus dem Stadion und füllt es in einen Becher. Was zum Teufel ist das?" Den Österreicher stört, dass er dem Inhalt des Bechers blind vertrauen solle, während die Spieler durch die Anti-Doping-Richtlinien und Corona-Maßnahmen streng überwacht werden.
"Dann bring mir halt einen Becher", schlug Thiem hörbar genervt vor, schüttelte den Kopf. Gesagt, getan. Wenig später wurde ihm ein Becher gereicht. Beim Umleeren in den Becher wurde die Dose aber durch einen Helfer mit einem Handtuch verdeckt.
Der Dosen-Ärger konnte Thiem nicht aus dem Konzept bringen. Er siegte 6:3, 6:3, 6:2.