Am Donnertag wurde das Match wegen Dunkelheit abgebrochen, bei herrlichem Sonnenschein in der bayrischen Landeshauptstadt konnte Thiem die Partie noch drehen. Am Ende hieß es 5:7, 6:4 und 6:4. Der Niederösterreicher muss "Überstunden" machen, denn er spielt sein Viertelfinale gegen Taylor Fritz (USA) gleich am Nachmittag.
Österreichs Nummer eins wusste, dass er gleich von Beginn an voll da sein musste - und das gelang Thiem auch gegen den Schweizer. Zwar war Hüsler mit seinen Aufschlägen gefährlich, der 29-Jährige hielt aber mit starken Returns dagegen. So gelang das wichtige Break zum 6:4 und dem 1:1-Satzausgleich.
Im entscheidenden Satz kam auch der Schweizer wieder besser in die Partie, glänzte mit teils starken Passierbällen. Thiem kratzte immer wieder an einem Break, das gelang ihm schlussendlich im letzten Game. Mit 6:4 schnappte er sich sein Ticket für das Viertelfinale gegen Fritz. Gleich im übernächsten Spiel ist der 29-Jährige wieder dran.
Das passierte vor dem Abbruch:
Österreichs Nummer eins gestaltete den ersten Durchgang lange offen, war vor allem zu Beginn des Satzes der aktivere Spieler, wehrte eine Breakchance des Schweizers beim Stand von 2:1 ab, ließ im vorentscheidenden sechsten Game selbst zwei Möglichkeiten liegen, dem Schweizer den Aufschlag abzunehmen. Hüsler stellte auf 3:3, diktierte dann immer mehr das Geschehen. Thiem konnte beim Stand von 5:4 noch dagegenhalten und den zweiten Breakball des Weltranglisten-63. abwehren, ehe Thiem mit leichtfertigen Fehlern sein Service zum 5:6 hergab, eine Rückhand ohne Not ins Netz donnerte. Hüsler machte mit Service-and-Volley den Durchgang zu – 7:5.
Ähnlich verlief auch der zweite Durchgang bei immer flacher werdendem Licht und dunkleren Sichtverhältnissen. Der Lichtenwörther vergab in Hüslers erstem Aufschlagspiel zwei Breakchancen. Durch die immer schlechter werdenden Sichtverhältnisse verlor die Begegnung aber deutlich an Niveau. Beim Stand von 3:2 für Thiem einigten sich beide Spieler auf ein weiteres Game, das Hüsler locker für sich entschied. Um 19.20 Uhr folgte beim Stand von 3:3 der Abbruch.