Das Traumfinale ist perfekt! Dominic Thiem spielt am Sonntag gegen den Deutschen Alexander Zverev bei den US Open um den Titel. Die beiden Finalisten sind gute Freunde. Erfreulich für Thiem: Im Gegensatz zu seinem Kontrahenten hat er schon Finalerfahrung. Thiem stand bereits in drei Grand-Slam-Endspielen. Zwei Mal zog er gegen Rafael Nadal bei den French Open den Kürzeren, bei den Australian Open bezwang ihn 2020 Novak Djokovic. Auch die Bilanz spricht für Thiem. Er gewann sieben der bisherigen neun Duelle mit Zverev.
Während Zverev nach einem 0:2-Satzrückstand eine Aufholjagd benötigte, siegte Thiem im Halbfinale gegen Vorjahresfinalisten Daniil Medwedew überraschend deutlich in drei Sätzen. Nach dem Sieg über die Nummer 5 der Welt war der Lichtenwörther dementsprechend gelöst: "Ich bin richtig erleichtert und überglücklich natürlich, es war ein sehr gutes Match", sagte er auf "ServusTV".
Der 27-Jährige gewann 6:2, 7:6, 7:6. Es war ein packendes Halbfinale mit vielen, langen Ballwechseln. Thiems Analyse: "Ganz, ganz solide, wenig Fehler, perfekte Mischung zwischen Offensive, Defensive, gut serviert, gut retourniert. Es war alles da."
Ob es sogar sein bisher bestes Spiel gewesen sei? "Um einen Medwedew hier bei den US Open im Halbfinale 6:2,7:6,7:6 zu besiegen, muss es eines meiner besten Matches gewesen sein." Er sei stolz, wisse aber: "Ich habe noch eine Riesenaufgabe zu erledigen. Wenn ich jetzt ein bisserl nachlasse und das Finale verliere, wird das Turnier trotzdem eine Riesenenttäuschung gewesen sein. Ich bin glücklich jetzt, aber auch schon mit einer Gehirnhälfte zumindest am Sonntag beim Finale."