Thiem: "US-Open-Sieg interessiert keinen Menschen mehr"

Dominic Thiem
Dominic Thiemreuters
Nach dem Triumph ist vor dem nächsten Grand-Slam-Turnier! Dominic Thiem spricht über seine Aussichten bei den French Open und die Favoriten-Rolle.

"Auf Sand zu spielen, ist wie nach Hause zu kommen. Ich bin auf diesem Belag groß geworden, habe die Bewegungen und Abläufe intus", freut sich Thiem auf den Sandplatz-Grand-Slam in Paris.

Ob der US-Open-Triumphator auch bei den French Open ab kommender Woche der große Favorit ist? Thiem winkt ab. "Der US-Open-Sieg interessiert heute keinen Menschen mehr. Ich bekomme dafür in der ersten Runde keinen Bonus. Jeder will jedes Spiel gewinnen."

Noch dazu wartet mit Marin Cilic zum Auftakt eine richtig harte Nuss. "Die Auslosung hätte kaum schlechter sein können, es gibt keinen unangenehmeren Gegner. Er ist ein echter Champion, denkt am Platz nur an den Sieg. Ich muss voll da sein", schnauft Thiem.

Dafür könnte im Halbfinale ein Duell mit Sandplätz-König Rafael Nadal warten. "Bis dahin ist es aber ein richtig weiter weg", meint Thiem. "Er ist auf Sand immer der Top-Favorit, hat hier nicht umsonst schon zwölf Mal gewonnen."

Die neue Lockerheit nach dem US-Open-Titel und die etwas andere "Bubble" in Paris könnten Thiem aber in die Karten spielen. "Ich bin Grand-Slam-Sieger, das kann mir keiner nehmen. Der Druck war sehr hoch, ist jetzt weg. Das kommt hoffentlich meinem Spiel zu Gute."

Noch dazu sei man in Paris weniger von der Außenwelt abgeschnitten. "Man fährt durch die Stadt, sieht die Leute und die vollen Restaurants. Das fühlt sich ganz anders an als in New York. Niemand wird gezwungen, in der Bubble zu spielen. Als Tennis-Profi hat man im Leben auch genügend Vorteile. Wir wohnen in schönen Hotels, können das Essen bestellen, auf das wir Lust haben. Man hofft darauf, dass es ein Ende hat, aber es ist nicht schwer, sich damit anzufinden."

Und nach Paris? Da schlägt Thiem als Titelverteidiger bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle (ab 26. Oktober) auf. "Ich denke gerne an den Wien-Sieg zurück. Es war einer meiner wichtigsten und emotionalsten Titel, ein Kindheits-Traum, der sich erfüllt hat. Nur die US Open waren noch wichtiger. 1.500 Zuschauer in der Stadthalle können richtig laut werden. Ich freue mich darauf, vor den Fans aufschlagen zu können."

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