Thiems Finalgegner gelang ein seltenes Kunststück

Thiem beim Handshake mit Medwedew nach dem Finale in London
Thiem beim Handshake mit Medwedew nach dem Finale in LondonGEPA
Daniil Medwedew schlug Dominic Thiem in einem Finalkrimi bei den ATP-Finals gegen London. Der Russe schrieb dabei Tennisgeschichte.

In der Stunde des größten Triumphes blieb Daniil Medwedew komplett cool. Kein großer Jubel, nur kurz eine geballte Faust. Schon als er Satz eins im Endspiel der ATP-Finals gegen Dominic Thiem durch einen Netzroller 4:6 abgeben musste, kam ihm nur ein Grinser aus.

Medwedew gewann in der leeren O2-Arena sein erstes großes Turnier und der 24-Jährige schrieb dabei Tennis-Geschichte. Denn noch nie hatte es ein Tennisprofi seit 1973 geschafft, die Top-3 der Weltrangliste bei den ATP-Finals zu besiegen. Überhaupt konnten nur drei Akteure vor ihm die besten drei Spieler der Welt in einem Turnier besiegen: 1994 gelang dies Boris Becker, 2007 sorgten David Nalbandian und Novak Djokovic mit Erfolgen über die Tennis-Elite für Aufsehen. 

Medwedew, der im Vorjahr bei seinem Finals-Debüt noch mit drei Niederlagen unterging, ist jetzt ungeschlagener Champion. Er erhält dafür 1.500 Punkte sowie 1,56 Millionen US-Dollar. "Was für ein Match, es war einer meiner schönsten Siege", freute sich der coole Medwedew, der noch vor der Siegerehrung auf der Spielerbank mit dem Handy Nachrichten geschrieben hat. "Ich gratuliere dir, Domi für all die Dinge, die du jetzt schon erreicht hast. Dein Name ist schon jetzt in den Geschichtsbüchern des Tennis", streute er dem Österreicher Rosen.

Besonders freute es Medwedew, dass er den russischen Kreis am Austragungsort London geschlossen hat. 2009 hatte Nikolaj Dawidenko die erste Auflage in der O2-Arena gewonnen, Medwedew vor der Übersiedelung nach Turin nun die letzte. "Vielen Dank an Nikolaj Dawidenko, der eine Inspiration für mich und viele andere Kinder war."

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