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Verfolgen Sie die Absturz-Raumstation in Echtzeit

Die letzten Stunden des Weltraumlabors Tiangong 1 konnte man per Live-Stream verfolgen. Hier der unkontrollierte Absturz.

Heute Redaktion
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Teile des chinesischen Raumlabors "Tiangong 1" stürzten zwischen Sonntagnachmittag und Montagmorgen auf die Erde, die Berechnungen dazu waren exakt und richtig. Nur zehn Minuten vor der errechneten Uhrzeit stürzte die "Tiangong 1" um 2.15 Uhr über dem Südpazifik durch die Atmosphäre.

Zuerst vermutete man, dass das Gebiet, in dem kleine Trümmer des 8,5 Tonnen schweren und zwölf Meter langen Raumlabors herabfallen könnten, riesig sein könnte – ein erdumspannender Gürtel von 43 Grad südlich bis 43 Grad nördlich des Äquators. Doch es kam ganz anders.

Lesen Sie hier, wie "Tiangong 1" die Erde erreichte.

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Auf der Webseite n2yo.com konnte die Position der Raumstation in Echtzeit verfolgt werden. Der Kurs führte über Südamerika, an der Südspitze von Afrika vorbei und zwischen Asien und Australien hindurch.

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Quelle: Screenshot Google Maps

"Schleppe von 1.000 bis 1.200 Kilometer"

"Es fällt auch nicht alles auf einen Fleck, sondern verteilt sich über eine Schleppe von 1.000 bis 1.200 Kilometern", erklärte ESA-Experte Holger Krag vor dem erwarteten Ereignis. Kurz nach dem Eintritt der "Tiangong 1" in die Atmosphäre war klar: Der Großteil der Raumstation ist verglüht, die übrigen Teile stürzten allesamt ins Meer. Das bestätigte das US-Militär.

Weil die mögliche Absturzregion viel Wasser und Wüsten umfasst, sei es fraglich, ob sich nach dem Absturz überhaupt Teile von "Tiangong 1" – übersetzt "Himmelspalast" – finden lassen, sagte Krag. "Die Wahrscheinlichkeit für ein Individuum, von einem Trümmerteil verletzt zu werden, ist so hoch wie die Möglichkeit, von einem Blitz zweimal in einem Jahr getroffen zu werden."

China hatte "Tiangong 1" im September 2011 ins All geschossen. Seit 2016 besteht kein Kontakt mehr, darum erfolgt der Absturz des Labors anders als ursprünglich geplant unkontrolliert.

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