Tiefgaragen-Mörder soll Bank erpresst haben

Bild: ARNO BALZARINI (KEYSTONE)

Nach dem Mord eines Bankers in einer Tiefgarage in Liechtenstein hat sich am Dienstag das Geldinstitut Frick zu Wort gemeldet. Die Bank teilte mit, der gesuchte Jürgen Hermann habe jahrelang versucht, die Bank zu erpressen. Nach dem selbsternannten "Staatsfeind Nummer Eins" wird auch in Österreich gesucht.

in Liechtenstein hat sich am Dienstag das Geldinstitut Frick zu Wort gemeldet. Die Bank teilte mit, der gesuchte Jürgen Hermann habe jahrelang versucht, die Bank zu erpressen. Nach dem selbsternannten "Staatsfeind Nummer Eins" wird auch in Österreich gesucht.

Der , habe versucht, verschiedene Personen und Institutionen in Liechtenstein und der Schweiz für den Zusammenbruch seines Fonds im Jahr 2005 verantwortlich zu machen. Zu den angegriffenen Unternehmen hätten die Bank Frick und Jürgen Frick persönlich gehört, schrieb die Bank.

Nach Darstellung des Geldhauses wollte Hermann die Bank Frick zu finanziellen Zugeständnissen zwingen. Der Mann habe gedroht, die Bank bei ausländischen Institutionen, Behörden und Gericht mit haltlosen Unterstellungen anzuschwärzen.

Täter tot oder auf der Flucht

Die Bank schrieb weiter, dass gegen den mutmaßlichen Todesschützen Hermann Anzeigen und Verfahren wegen Drohung, Nötigung und schwerer Erpressung bei den liechtensteinischen Behörden anhängig gewesen seien.

Vom . Auch in Österreich wird nach ihm gesucht. Derweil wird trotz der Suizidtheorie der Polizei darüber spekuliert, ob der Täter noch am Leben sein könnte und sich nicht in den Fluten des Rheins das Leben nahm. Die Suche mit Diensthunden am Rheinufer sei auch am Dienstag ergebnislos verlaufen, hieß es. Die Ermittlungen hätten aber ergeben, dass ein Familienmitglied Hermanns die Waffe im Oktober 2012 illegal im Ausland erworben und diese nach Liechtenstein gebracht habe.

Darüber hinaus ermittle man aber weiter in verschiedene Richtungen. Nach dem mutmaßlichen Todesschützen werde weltweit gefahndet. Am Dienstagabend habe man zudem die Inhalte der Website des Tatverdächtigen löschen lassen. Damit soll diese vor Manipulationen durch Dritte geschützt werden, die die Ermittlungen behindern würden.

Polizeischutz für das Parlament

Die Liechtensteiner Landespolizei hat eigenen Angaben zufolge ein Sicherheitsdispositiv für die Landtagssitzungen des Parlaments erstellt. Wie die Polizei weiter bekannt gab, stehen neben dem Landtagsgebäude, in dem das 25-köpfige Parlament tagt, weitere Institutionen seit Dienstag unter Polizeischutz. Zum Personenschutz machte die Polizei aus "taktischen Gründen" keine Angaben.

Der 58-jährige Hermann tauchte seit seinem 14. Lebensjahr. In einem nicht datierten, aber im Internet veröffentlichten Interview schildert Hermann, wie er für die US-Navy einen Tauchcomputer entwickelte.

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