A taste of KEKS: Ein Welpe zieht ein ...

Dieses Foto wurde Christine Kaltenecker vom Tierquartier zugeschickt. Tja ... (ohne Worte!)
Dieses Foto wurde Christine Kaltenecker vom Tierquartier zugeschickt. Tja ... (ohne Worte!)©privat, Tierquartier Wien
"Heute"-Redakteurin Christine Kaltenecker erzählt von ihrem Leben mit zweieinhalb Hunden und wie Welpe "Keks" den Alltag völlig durcheinander bringt.

Die Pro- und Contra-Argumente waren noch nicht völlig eindeutig, als mir plötzlich vom Wiener Tierquartier, Bilder eines kleinen Rüden übermittelt wurden. Ein kleines, weißes Knödel mit fleckig pigmentierter Nase und schwarzen Knickohren starrte aus meinem Telefon. Okay, ansehen schadet ja nicht, dachte ich noch völlig unbeeindruckt (pfff: *Aaaw, ist der niedlich*) und füllte den Fragebogen für einen Besichtigungstermin des Tierheims aus. Ziemlich heimlich. Ziemlich zwiegespalten. Schon ziemlich aufgeregt.

Wieso ein dritter Hund?

Ein dritter Hund hat in meinem derzeitigen Leben mehrere Gründe. Erster und wichtigster Grund ist wohl, dass mein wunderbarer, bester Freund "Kirby" bereits im Oktober 14 Jahre alt wird. Er hört zwar sogut wie nichts mehr, ist aber sonst fit und agil wie ein junger Bub. Abgesehen davon, werde ich wohl niemals wieder einen so tollen Hund je kennenlernen dürfen. "Kirby" ist ein extrem sozialer Hund, ein Lehrer und großer Bruder für jeden Vierbeiner und würde auch noch heute mit mir durch die Hölle und retour laufen. Ich möchte, dass er seine vielen wunderbaren Eigenschaften noch an eine jüngere Generation weiter geben kann.

Zweiter Grund? "Kennedy". Mein Mädel ist ein Problemkind. Angsthündin mit autistischen Tendenzen. Keine Ahnung, was mit ihr in der Prägephase passiert ist, aber nicht viel Gutes. Sie braucht einen "Kirby" - einen souveränen Hund, der ihr die Richtung weist und sie an die Pfote nimmt. Für sie wäre es eine Katastrophe, wenn sich das Rudel ohne "Ersatz" (so blöd es klingen mag) reduziert.

A taste of "Keks"

Ja, okay. Bevor ich den Termin zur Besichtigung des kleinen "Ron" ("Ron"?) bekam, sprach ich einmal mit meinem gesamten (Hunde-)Netzwerk an Freundinnen. "Tine, er muss cool sein. Der dritte Hund MUSS cool sein", meinte eine Freundin, der man schon ein offenes Ohr schenken sollte, da sie immerhin VIER wohlerzogene Hunde zuhause hat. Okay, ich will also einen coolen Hund? Allerdings schadet ein geringes Maß an Intellekt auch nicht. Macht Sinn - dumm ist nämlich gleichzusetzend mit weniger fordernd. Je intelligenter der Hund, desto mehr Kreativität muss man an den Tag legen um ihn glücklich zu machen.

Ich machte mich also bereit, den kleinen "Ron" genau zu beobachten. Ist er cool genug? Is er dumm genug? Dann eine Nacht drüber schlafen - NICHT gleich mitnehmen.

NICHT gleich mitnehmen!!!

Immer wieder wiederholte ich mein persönliches Mantra: Nicht gleich mitnehmen. NICHT gleich mitnehmen! Als man mich in einen "Kennenlern-Zwinger" nach draußen führte und dann mit dem Welpen auf dem Arm um die Ecke bog, schlug mein Herz schon ein wenig schneller (NICHT gleich mitnehmen! Dumm genug? Cool genug?).

Ich ließ meinen dicken Schlüsselbund neben dem Hundebaby fallen, das sofort auf meinen Schoß kletterte und mich zärtlich in die Finger knabberte. (Cool genug - CHECK! - nicht einmal ein Ohrwaschel hat er gerührt ...) Seine Pflegemama im Tierquartier erzählte von seinen Geschwistern, dass er ausgesetzt gefunden wurde und mit Menschen und Artgenossen super zurecht kommt (NICHT gleich mitnehmen!). Nach einer halben Stunde dann ein Satz der alles veränderte: "... seine Schwestern sind schon vermittelt. Er ist der Letzte".

..."Ich nehm ihn gleich mit und in seine Chip-Registrierung schreiben Sie bitte 'KEKS KALTENECKER'."

Christine Kaltenecker wurde bereits in ein Haus mit Hund hinein geboren und entschied sich bewusst für ihren ersten, eigenen Hund mit 14 Jahren ("Damien", 1997 - 2011)

Seelenhund "Kirby" (14) wurde ihr als Notfallwelpe zur Flaschenaufzucht von einem Tierschutzverein aus der Slowakei überbracht und ihr einziges Mädchen "Kennedy" (5) bekam sie ebenfalls als Pflegehund, nachdem sie in ihrem Zuhause mit neun Monaten plötzlich unerwünscht war.

Zuletzt zog  Terrorkrümel "Keks" am 16. August ein und stellt das harmonische Rudel ganz schön auf den Kopf.

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