Haustiere

Fiaker-Pferd geriet am Michaelerplatz in Panik

Der Verein gegen Tierfabriken ist wütend: Schon wieder ein Fiaker-Unfall in der Wiener Innenstadt und noch immer kein Verbot in Sicht.

Christine Kaltenecker
Leider kam es am 21.Oktober wieder zu einem Fiaker-Unfall im ersten Bezirk in Wien.
Leider kam es am 21.Oktober wieder zu einem Fiaker-Unfall im ersten Bezirk in Wien.
(Symbolbild) Denise Auer

Erst heute Mittag ereignete sich wieder ein Unfall mit einem Fiaker-Pferd am Michaelerplatz in der Wiener Innenstadt. Eine Augenzeugin beschrieb den Vorfall den Behörden und dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) und meinte, dass das Pferd in Panik geriet, weil es sich mit den Hufeisen zwischen den Pflastersteinen verkeilt hatte und sich selbst nicht mehr befreien konnte.

Passantin bittet um Fiaker-Verbot

Mehrere Fiakerfahrer schafften es leider nicht, dass panische Fluchttier innerhalb kurzer Zeit zu befreien und auch der genaue Ausgang ist der Augenzeugin leider nicht bekannt, da sie viel zu aufgewühlt war um der gesamten "entsetzlichen Situation" viel länger beizuwohnen, schrieb sie an den VGT.

Das Pferd blieb mit seinem Hufeisen am Kopfsteinpflaster des Michaelerplatz hängen.
Das Pferd blieb mit seinem Hufeisen am Kopfsteinpflaster des Michaelerplatz hängen.
©VGT

Wann ändert sich endlich etwas?

VGT-Fiaker-Campaigner Georg Prinz dazu: Es vergeht kein Monat mehr ohne einen weiteren schrecklichen Fiaker-Unfall. Diese zeigen auf brutale Weise: Eine Stadt ist kein Ort für ein Pferd, überall lauern Gefahren. Der Mythos vom tierlieben Fiaker zerplatzt damit endgültig: Jemand, der seine Pferde liebt, würde diese niemals aus Proftigründen einem solchen Risiko aussetzen.

Prinz erwartet sich nach der tragischen Unfallserie endlich Maßnahmen von der Wiener Stadtregierung: Was muss noch passieren, bis der Fiakerbetrieb in der Innenstadt endlich verboten wird? Wie viele Pferde müssen noch umfallen, verunglücken oder sterben, bis sich hier endlich etwas ändert?