Tiergarten gelang weltweit erste Muränen-Nachzucht

Bisher konnte weltweit keine einzige der über 200 Muränenarten erfolgreich gezüchtet werden. Im Tiergarten Schönbrunn gelang nun die Weltpremiere: Erstmals wurden befruchtete Eier von Nasenmuränen abgelegt. Und ebenso wurden erstmals die Larven fotografiert.


"Niemand wusste bis jetzt, wie die Larven aussehen, was sie fressen und wie sie sich verhalten. Wir haben nun die weltweit ersten Fotos von Eiern und Larven", erklärte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Zucht von Muränen ist völliges Neuland. Der Erfolg im Tiergarten liefert erste Informationen über die gänzlich unbekannte Entwicklung ihrer Eier und Larven.

"Im durchsichtigen Ei war der Herzschlag der Larven deutlich sichtbar. Beim Schlupf waren sie nur rund einen Zentimeter lang und wirkten mit ihren langen Zähnen wie kleine Tiefseemonster", so Anton Weissenbacher, Leiter des Aquarienhauses. Die Tierpfleger schafften es, den Larven passendes Futter anzubieten und sie begannen bereits kurz nach dem Schlüpfen zu fressen.

Larven überlebten nur eine Woche

Die Aufzuchtanlage war aber nicht an die speziellen Bedürfnisse der so genannten Weidenblattlarve angepasst, denn es gab weltweit keine Erfahrungwerte. Eine Woche lang konnten die Larven deshalb nur am Leben erhalten werden. Die Entwicklung der Tiere wurde genau beobachtet und dokumentiert. Diese ersten Schritte geben große Hoffnung für die Zukunft und der Tiergarten adaptiert nun seine Anlagen.
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