Tierhasser vergiftete Hunde in Wien-Hietzing

Zwei Vierbeiner verendeten qualvoll nach dem Spazierengehen in Wien-Hietzing. Anrainer haben einen Plan, wie sie den Hunde-Vergifter schnappen wollen. 

Hundebesitzer in Wien-Hietzing fürchten um ihre Lieblinge: Seit Anfang März soll ein Tierhasser auf den Gassi-Routen im Bezirk Giftköder auslegen. Laut Polizei sind bereits zwei Hunde qualvoll verendet. "Einen Vorfall gab es in der Joseph-Lister-Gasse, den Zweiten beim Gasthaus Lindwurm vor der Mauer vom Lainzer Tiergarten", so ein Beamter. Die Vierbeiner bekamen Krämpfe, mussten erbrechen und hatten Durchfall. Auch die Tierrettung konnte nichts mehr machen.

Polizei auch in zivil unterwegs

Jetzt wird Jagd auf den Hundehasser gemacht. "Die Gegend wird auch von Zivilpolizisten observiert“, so Vize-Bezirksvorsteher Matthias Friedrich (SP) am Dienstag bei einem Lokalaugenschein im Hörndlwald in Wien-Hietzing. "Die Zusammenarbeit mit der Polizei funktioniert sehr gut." Noch sei unklar, an welchem Gift die Hunde starben, die Tiere werden in Lainz obduziert. Ein Ergebnis wird in den nächsten Tagen erwartet. 

Kopfgeld und Kameras

"Schon letztes Jahr wurden hier acht Hunde vergiftet", berichtet Anrainer Merten M. "Falls es ein Kontaktgift ist, wäre das auch für Kinder gefährlich." Der Wiener gründete die Facebook-Gruppe "Beschützen wir unsere Lieblinge", startete eine Spendenaktion für den Kauf von Wildkameras, würde die Tatorte gerne per Video überwachen und ein Kopfgeld für die Ergreifung des Täters aussetzen. Laut Polizei ist eine Videoüberwachung im Wald nicht erlaubt. Für den Verdächtigen wird bei dem Engagement der Anrainer und der Polizei aber wahrscheinlich bald eng. 

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