Der freigesprochene Chef des Vereins gegen Tierfabriken, Martin Balluch, will Schadensersatz vom Staat. Er hatte über 100 Tage ungerechtfertigt in U-Haft gesessen.
Durch den langwierigen Strafprozess in Wiener Neustadt auf Basis des Mafia-Paragrafen waren Balluch und seine Mitstreiter bekannt geworden. Jetzt hat er laut "Presse" vom Dienstag den Staat auf eine Schadensersatzzahlung von rund 580.716 Euro zzgl. Zinsen geklagt. Außerdem verlangt er die "Feststellung", dass die Republik "für sämtliche vorhersehbare oder nicht vorhersehbare Spät- und Dauerfolgen" haftet. Der gesamte Streitwert liegt demnach bei rund 600.000 Euro.
105 Tage in Untersuchungshaft
Balluch war worden, nachdem er 105 Tage in Untersuchungshaft verbracht hatte. Im April dieses Jahres forderte der VgT-Obmann bereits 1,1 Millionen Euro Verdienstentgang und Verteidigungskosten von der Finanzprokuratur. Erhalten hat er aber nur knapp 27.000 Euro.