Österreich

Tierschützer protestierten mit toten Tieren

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:22

Am Mittwoch hielten 15 Tierschützer bei einer Protestaktion vor dem Eisenstädter Rathaus tote Versuchstiere im Arm. Sie stammen aus Mistkübeln österreichischer Tierversuchslabors.

Die Tierschützer trugen tote Kaninchen, Mäuse und Ratten und protestierten damit für ein strengeres Tierversuchsgesetz. Sie sind mit der Regierungsvorlage in einigen Punkten unzufrieden und fordern eine Nachbesserung.

Kritikpunkt der Demonstranten: Für die Behandlung der Anträge auf Tierversuchsgenehmigung sei nicht verpflichtend eine Kommission vorgesehen, wie in allen anderen westlichen EU-Ländern, sondern kann eine Einzelperson entscheiden

Gestern bereits waren mehr als 500 TeilnehmerInnen eines Schweige-Protestmarschs gegen Tierversuche mit Laternen durch Wien gezogen. Vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz wurde in einer eindringlichen Rede an die SPÖ appelliert, Tierschutz vor Koalitionsräson zu setzen. "Jetzt heißt es für die SPÖ Farbe bekennen", sagte Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken, gestern auf der Kundgebung, "ob sie wirklich Verbesserungen für den Tierschutz zulässt oder diese verhindert."

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