Tierschützer überführten illegale Welpenhändler

Bild: Vier Pfoten

Ein Welpenhändler, der per Inserat junge Hunde an den Mann bringen wollte, wurde bei einer Undercover-Aktion auf einem Parkplatz in der Steiermark überführt.

Das Inserat war verlockend: Mini-Malteser, gechippt, entwurmt, geimpft, um 350 Euro. Der Welpe starb innerhalb einer Woche nach dem Kauf an Parvovirose. Der Käufer dieses Junghundes wandte sich an den Tierschutzverein "Vier Pfoten". 

Bei einer koordinierten Aktion zwischen den Tierschützern und der Polizei wurde ein Treffen mit dem illegalen Welpenhändler vereinbart. Eine Tierschützerin gab vor, einen Welpen kaufen zu wollen. Auf einem öfffentlichen Parkplatz kam es zur vermeintlichen Übergabe. Der slowakische Händler, der nach eigenen Angaben bereits seit 10 Jahren “im Geschäft ist“, wurde wegen Verstoßes gegen die Gewerbeordnung sowie des Tierschutzgesetzes angezeigt. Die Hunde wurden beschlagnahmt und in das nächstgelegene Tierheim gebracht.

 

Leid der Tiere

Laut "Vier Pfoten" ist das Geschäft mit der Ware Tier  nach wie vor lukrativ. Welpen werden dabei oft viel zu früh von ihren Müttern, die lediglich als Gebärmaschinen fungieren, getrennt. Das führe in vielen Fällen zu Krankheiten und Verhaltensstörungen, ein großer Teil von ihnen stürbe bereits nach wenigen Wochen beim neuen Besitzer bzw. verursache hohe Tierarztkosten. Die Muttertiere würden oft getötet oder wie Abfall entsorgt, sobald man sie aufgrund körperlicher Entkräftung nicht mehr „gebrauchen“ kann.

 

„Wir appellieren an zukünftige Hundehalter, Tieren aus dem Tierheim den Vorzug zu geben“, so Anita Hauser von den "Vier Pfoten". Wenn es unbedingt eine bestimmte Rasse sein muss, dann sollte man sie nur bei seriösen und registrierten Züchtern kaufen, rät sie.  Am besten sei es aber, Hunde aus dem Tierheim  zu holen: Auch dort gibt  es immer wieder Welpen, die auf ein liebevolles Zuhause warten.

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