511 Ferkel und 109 Kälber in Lkw gepfercht

Im Zuge einer Fahrzeugkontrolle haben Beamte in Bludenz in der Nacht auf Dienstag einen völlig überladenen Tiertransporter aus dem Verkehr gezogen.
Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Bludenz hielten am Dienstag kurz nach Mitternacht einen auf der Walgauautobahn in Richtung Tirol fahrenden Tiertransporter an. Der Sattelschlepper, der insgesamt 511 Ferkel und 109 Jungkälber auf engstem Raum geladen hatte, kam aus den Niederlanden und war nach Verona in Italien unterwegs.

Zur Kontrolle wurde laut Polizeiangaben auch ein Amtstierarzt beigezogen. Dabei wurden aufgrund des Platzmangels Übertretungen nach dem Tiertransportgesetz festgestellt. Außerdem wies das Fahrzeug einige technische Mängel vor und der Lenker hatte die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten.

Die zusammengepferchten Tiere wurden ausgeladen und auf mehrere Transporter verteilt. Die Ferkel wurden auf das Zugfahrzeug und den Anhänger verteilt. Die Kälber wurden zur Viehmarkthalle Dornbirn Schoren gebracht. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt weitertransportiert werden. Der Lenker konnte seine Fahrt gegen 4.15 Uhr wieder fortsetzen.



CommentCreated with Sketch.11 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Liste der Missstände ist lang

"Vier Pfoten" weist immer wieder auf Missstände beim Tiertransport hin. "Jährlich werden über eine Milliarde Geflügel und 37 Millionen lebende Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde grenzüberschreitend innerhalb der EU und in bzw. aus Drittstaaten transportiert. Dabei kommt es zu massiven Tierschutzproblemen durch zu lange Transportzeiten und schlechte Transportbedingungen. Vor allem die zur Schlachtung bestimmten Tiere werden oft über mehrere Tage unsachgemäß transportiert, wobei es zu schweren Verletzungen und Todesfällen kommt", heißt es seitens der Tierschutzorganisation.

(red)

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