Til Schweiger wegen Komödien-Hit verklagt

Mit der Komödie "Keinohrhasen" landete Til Schweiger einen Mega-Erfolg, der jetzt aber mit einer Klage seiner Drehbuchautorin endet.
Mit der Komödie "Keinohrhasen" landete Til Schweiger einen Mega-Erfolg, der jetzt aber mit einer Klage seiner Drehbuchautorin endet.Photo Press Service
Die Autorin von Schweigers Erfolgskomödie hat seine Produktionsfirma angezeigt und fordert mehr Geld für ihre Arbeit an "Keinohrhasen".

Mit den beiden Filmen "Keinohrhasen" (2007) und "Zweiohrkücken" (2009) hat der deutsche Publikumsliebling Til Schweiger (56) nicht nur zwei der erfolgreichsten deutschen Komödien geliefert, sondern sich damit auch rechtlichen Ärger eingehandelt. Denn laut "Bild" hat Anika Decker (45), Autorin der beiden Kinofilme, über zehn Jahre später sowohl Schweigers Produktionsfirma "Barefoot Films" als auch "Warner Bros. Entertainment" beim Landgericht Berlin angezeigt.

Nicht angemessen an Gewinn beteiligt

Decker ist der Meinung, dass sie am Gewinn der beiden Filme nicht angemessen beteiligt wurde, obwohl sie aus ihrer Feder stammen. Nach einem "FAZ"-Bericht soll sie für ihr "Keinohrhasen"-Drehbuch nur 50.000 Euro bekommen haben, obwohl der Film laut Klage allein im Kino rund 70 Millionen in die Kassa der Filmfirmen spülte. Hinzu kommen Einnahmen der Streaming-, DVD- und Pay-TV-Rechte, die ebenfalls nicht berücksichtigt wurden.

Einst ein Komödien-Dreamteam, jetzt Gegner vor Gericht: Anika Decker (Mitte) hat gegen die Produzenten Tom Zickler (li.) und Til Schweiger geklagt.
Einst ein Komödien-Dreamteam, jetzt Gegner vor Gericht: Anika Decker(Mitte) hat gegen die Produzenten Tom Zickler (li.) und Til Schweiger geklagt.imago images

Autorin hofft auf "Signalwirkung"

Mit ihrer Anzeige will die Autorin ein Zeichen setzen, denn ihr ist klar, dass diese Vorgehensweise "System hat". Sie kenne keine Drehbuchautoren, die ihr sagen können, "wie viel Geld zwischen den Firmen, die am Film beteiligt sind, geflossen ist". Ihre Klage soll im besten Fall einen Wandel in der Filmbranche nach sich ziehen: "Ich glaube, dass es eine Signalwirkung hätte, wenn meiner Forderung nach Auskunft über die eingespielten Erlöse stattgegeben wird", so Decker gegenüber der "FAZ".

Ein Statement von Til Schweiger, dessen Filmfirma im Zentrum der Klage steht, steht laut "Bild"-Zeitung noch aus. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, wolle er sich dazu nicht äußern, haber aber "vollstes Vertrauen in die deutsche Gerichtsbarkeit". Noch im Oktober will das Landgericht Berlin zu einer schriftlichen Entscheidung kommen.

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