Tirol: Flüchtling soll 20 Menschen ermordet haben

Der Angeklagte soll für die "Freie Syrische Armee" gekämpft haben. Symbolbild
Der Angeklagte soll für die "Freie Syrische Armee" gekämpft haben. SymbolbildBild: Nazeer Al-khatib
Der Syrer brüstete sich in einem Tiroler Quartier mit seinen Gräueltaten. Dafür muss er sich nun vor Gericht wegen 20-fachen Mordes verantworten.
Er schrie, wimmerte und zitterte – und sorgte dadurch im März dafür, dass sein Prozess vertagt werden musste. Mittwoch stand der 27-Jährige nun erneut vor den Geschworenen in Innsbruck und gab sich lammfromm.

Dabei war er vor Monaten in einem Tiroler Flüchtlingsquartier noch ganz anders aufgetreten: Dort prahlte der junge Mann, als Kämpfer für die "Freie Syrische Armee" in seiner Heimat mindestens 20 verletzte oder gefangene Gegner eiskalt erschossen zu haben.

Später wollte der Angeklagte nichts mehr von diesen Gräueltaten wissen. Das seien Informationen, die durch Übersetzungsfehler bei einer Einvernahme durch die Polizei entstanden wären. "Stimmt nicht", konterte der Dolmetsch Mittwoch vor Gericht. Der 27-Jährige hätte ihm mehrmals von den Morden erzählt. Außerdem das Protokoll seiner Aussage mehrmals durchgelesen und unterschrieben.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei einem Schuldspruch droht dem jungen Mann wegen Mord als terroristische Straftat lebenslange Haft. Der Prozess wird sich vermutlich noch länger hinziehen. (mah)

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