Tiroler Finanzlandesrat tritt zurück

Der Tiroler ÖVP-Finanzlandesrat Christian Switak hat am Freitag das Handtuch geworfen. Er war unter anderem wegen Jagdeinladungen der Telekom und des Zillertaler Lift-Unternehmers Heinz Schultz unter Beschuss geraten.

"Ich habe in einem persönlichem Gespräch Landeshauptmann Günther Platter informiert, dass ich alle politischen Ämter zurücklegen werde", erklärte er. Gleichzeitig hielt Switak fest, dass er "zu jedem Zeitpunkt rechtlich und moralisch einwandfrei agiert habe".

Wohnung von Seilbahnbetreiber finanziert

Switak war Mitte November des vergangene Jahres in die Kritik geraten, weil er als der für Raumordnung und Seilbahngrundsätze zuständige Landesrat in der Wohnung des Seilbahnbetreibers Schultz residiert hatte. Vor wenigen Tagen war zudem bekanntgeworden, dass Switak Jagdeinladungen der Telekom im Jahr 2007 angenommen hatte, als er noch im Ministerium Platters tätig war. Auch von Lift-Besitzer Schultz sei er wiederholt zur Jagd eingeladen worden.

Tratter folgt Switak nach

Der Haller Bürgermeister Johannes Tratter wird Christian Switak (beide V) als Tiroler Finanzlandesrat nachfolgen. Landeshauptmann Günther Platter (V) präsentierte den studierten Juristen nach einem kurzfristig einberufenen Landesparteivorstand am Freitag. Switak, der zuletzt wegen Jagdeinladungen der Telekom und des Zillertaler Lift-Unternehmers Heinz Schultz in der Kritik stand, hatte am Vormittag den Hut genommen.

Tratter, der seit März 2010 der Salinenstadt vorsteht, ist landespolitisch ein unbeschriebenes Blatt. Der 49-Jährige studierte im zweiten Bildungsweg Jus und schlug anschließend eine Verwaltungslaufbahn ein. Sechs Jahre bekleidete er unter anderem das Amt des Kufsteiner Bezirkshauptmannes. Ab 2006 leitete er die Abteilung Arbeit und Wirtschaft im Amt der Tiroler Landesregierung. Er ist verheiratet und hat ein Kind aus erster Ehe.

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