Tiroler wollen offenbar weiterhin rauchen

Bei 900.000 Stimmen soll eine Volksbefragung kommen.
Bei 900.000 Stimmen soll eine Volksbefragung kommen.Bild: picturedesk.com

Mehr als 750.000 Unterschriften zählt das "Don't Smoke"-Volksbegehren bereits. Am wenigsten Unterstützer für eine rauchfreie Gastronomie gibt es in Tirol.

Das Volksbegehren für ein Gastro-Rauchverbot läuft noch bis Montag (8.10.) um 21 Uhr. Bis dato haben 751.726 (Stand: 7.10., 9.30 Uhr) Personen ihre Unterstützung kundgetan. Ein Blick in die Bundesländer zeigt ein starkes Ost-West-Gefälle.

Im Bundesländer-Ranking schneidet Wien mit 14 Prozent am besten ab, dicht gefolgt von der Steiermark (12,7 Prozent) und Oberösterreich (12,5 Prozent). Das Mittelfeld wird von Niederösterreich (11,5 Prozent) angeführt, vor Burgenland (10,8 Prozent) und Kärnten (10,7 Prozent). Auf den hinteren Rängen folgen dann die westlichen Bundesländer Vorarlberg (10,6 Prozent) und Salzburg ex aequo mit Tirol (10,4 Prozent), da sich der letzte Platz nach Angaben der Initiatoren derzeit nur um ein paar Dutzend Stimmen unterscheidet.

Bregenz ist Schlusslicht

Bei den Landeshauptstädten exklusive Wien ist Graz mit 17,8 Prozent einsamer Spitzenreiter, gefolgt von Eisenstadt (14,7 Prozent) und Innsbruck (14,6 Prozent). Im Mittelfeld liegen Klagenfurt (14 Prozent) und Linz (13,9 Prozent), gefolgt von St. Pölten (12,1 Prozent) und Salzburg (11,9 Prozent). Schlusslicht ist Bregenz mit 10 Prozent.

Stärkster Bezirk ist das niederösterreichische Mödling mit 18,1 Prozent, der schwächste Bezirk ist Landeck in Tirol mit nur 7 Prozent. Stärkste Gemeinde österreichweit ist Ottensheim in Oberösterreich mit 25,8 Prozent, mit einer Stimme Vorsprung auf den ehemaligen Spitzenreiter Gramais in Tirol. Die beiden schwächsten Gemeinden Hinterhornbach und Spiss kommen ebenfalls aus Tirol, dort hat noch niemand das Volksbegehren unterschrieben.

Ab 900.000 Volksabstimmung

Zum Beginn der Eintragungswoche am 1. Oktober hat das "Don't Smoke"-Volksbegehren bereits 591.146 Unterstützungserklärungen gezählt. Das selbsternannte Ziel sind 900.000 Unterschriften. Denn der "Vizekanzler hat die Zahl von 900.000 Unterschriften als Marke für eine dann jedenfalls abzuhaltende verbindliche Volksabstimmung ausgegeben – nehmen wir ihn gemeinsam beim Wort", so die Initiatoren.

Gleichzeitig mit dem Volksbegehren zu einem allgemeinen Rauchverbot sind noch zwei weitere am 1. Oktober gestartet: Zum einen das Frauenvolksbegehren für Gleichbehandlung und zum anderen das GIS-Volksbegehren gegen "Zwangsgebühren vom ORF". Auch die nächsten stehen schon in den Startlöchern: "Asyl europagerecht unterstützen" und "Für verpflichtende Volksabstimmungen".

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(red)

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