Es ist praktisch, lange haltbar und vielseitig belegbar: Toastbrot zählt in vielen Haushalten zum fixen Bestandteil des Frühstücks. Doch was so unkompliziert daherkommt, hat aus ernährungswissenschaftlicher Sicht einige Schattenseiten.
Toastbrot enthält nur rund 3,7 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm - Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen bringt es auf mehr als das Doppelte. Weil Ballaststoffe für ein anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen, greift man bei Toast schneller zur nächsten Scheibe. Dazu bestehen die Kohlenhydrate im Toast großteils aus raffiniertem Weizenmehl, was den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe treibt.
Wie chip.de berichtet, warnt die gemeinnützige Organisation DiabetesDE vor einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes durch den häufigen Konsum von ballaststoffarmen Lebensmitteln wie Toastbrot. Selbst Vollkorntoast schneide hier nur geringfügig besser ab.
Besonders heikel wird es beim Toasten selbst. Wird das Brot zu dunkel geröstet, entstehen gesundheitsschädliche Stoffe wie Acrylamid und der Fettsäureester 3-MCPD. Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können diese das Risiko für Magen- und Darmkrebs erhöhen. Die Empfehlung lautet daher: Toast nur goldgelb rösten und keinesfalls schwarz werden lassen.
Ein weiteres Problem betrifft die Haltbarkeit. Obwohl Konservierungsstoffe das Toastbrot länger frisch halten, kann sich dennoch Schimmel bilden. Zeigt sich grüner Belag auf einer Scheibe, sollte die gesamte Packung entsorgt werden - unsichtbare Pilzsporen breiten sich im weichen Brot besonders rasch aus.
Wer gesünder frühstücken will, greift am besten zu Vollkornbrot. Es liefert deutlich mehr Nährstoffe und Ballaststoffe, sättigt länger und reduziert damit auch die Gesamtkalorienzufuhr über den Tag.
Ganz verzichten muss man auf Toastbrot zwar nicht - in kleinen Mengen ist es unbedenklich. Doch als tägliche Grundlage fürs Frühstück eignet es sich aus gesundheitlicher Sicht nicht. Am besten ergänzt du dein Frühstück mit Obst, Müsli oder Vollkornprodukten.