Tochter (18) stirbt an Krebs – Eltern verurteilt

Die Eltern einer verstorbenen 18-Jährigen sind zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie ließen die Krebserkrankung ihrer Tochter nicht medizinisch behandeln.
2015 starb die 18-jährige Eleonora in Padua an akuter lymphatischer Leukämie. Nun wurden ihre Eltern wegen der Tötung ihrer Tochter zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, wie "El Mundo" berichtet.

Dies, weil sie Eleonora nicht medizinisch behandeln ließen, sondern auf alternative Therapiemethoden zurückgriffen.

Bei ihrer Diagnose war Eleonora 17 Jahre alt. Die Ärzte prognostizierten der Italienerin damals ausgezeichnete Heilungschancen, falls sie frühzeitig mit der Chemotherapie beginne. Die Eltern und das Mädchen entschieden sich allerdings dagegen und suchten die Hilfe des "Krebsheilers" Ryke Geerd Hamer auf. Ihm war die Zulassung als Arzt bereits im Jahr 1986 entzogen worden.

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, bei der es zu einer Entartung bestimmter weißer Blutkörperchen, der Lymphozyten, und ihrer Vorstufen kommt.

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Von Eltern beeinflusst

Neun Monate nach der Diagnose – am 29. August 2015 – verstarb Eleonora nur zwei Wochen nach ihrem 18. Geburtstag. Im Nachhinein wurden Ärzte, Freunde und Familie eingehend von den Behörden befragt. Schließlich kamen sie zum Schluss, dass die Eltern ihre Tochter bei ihrer Entscheidung, medizinische Hilfe abzulehnen, stark beeinflusst hatten. Deshalb kam es zur Verurteilung.

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