Österreich

Tochter am selben Bahnübergang wie Vater verunglückt

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:36

Der Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem ÖBB-Triebwagen im Bezirk Lilienfeld hat am Donnerstag eine Schwerverletzte gefordert. Der Zug erfasste den Wagen an einem Bahnübergang und schleifte diesen 80 Meter weit mit. Besonders tragisch: Der Vater der Verletzten war vor 20 Jahren an derselben Stelle mit einem Zug kollidiert.

Katharina W. (33) war gerade auf dem Weg zu Arbeit, als sie einen unbeschrankten Bahnübergang in ihrem Heimatort Marktl überquerte. Dabei übersah die Lenkerin des schwarzen Skoda Octavia den herannahenden Zug der Bahnlinie Traisen-Lilienfeld.

Puffer drangen in Auto ein

Der Lokführer (59) konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, der Triebwagen erfasste das Auto auf der Beifahrerseite. Die Puffer der Bahn spießten das Auto regelrecht auf. Erst nach 80 Metern kam der Wagen zum Stillstand.
Floriani-Jünger aus Marktl, Lilienfeld und Schrambach schnitten die schwer verletzte Lenkerin aus dem Wrack. Sie wurde vom Notarzthubschrauber Christophorus 2 ins Universitätsklinikum St. Pölten gebracht. Der Lokführer erlitt einen schweren Schock und musste ärztlich betreut werden.

Familie unter Schock

Die Familie von Katharina W., die nur 100 Meter vom Unfallort entfernt wohnt, wurde wie der Lokführer von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Besonders dramatisch ist laut Bezirksfeuerwehrkommando Lilienfeld die Tatsache, dasss der mittlerweile verstorbene Vater der Schwerverletzten vor 20 Jahren am selben Bahnübergang verunglückt und dadurch zum Pflegefall geworden war.

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