Nach dem Tod einer 27-Jährigen in Wien-Neubau nach einem Schluck aus einer Mineralwasserflasche heißt es Warten. In der Flasche habe sich möglicherweise Liquid Ecstasy befunden, sie wird chemisch analysiert. Indes nahm sich der Verhaftete Staranwalt Herbert Eichenseder als seinen Rechtsvertreter. Dieser vertrat bereits zahlreiche prominente Persönlichkeiten vor Gericht.
Nach heißt es Warten. In der Flasche habe sich möglicherweise Liquid Ecstasy befunden, sie wird chemisch analysiert. Indes nahm sich der Verhaftete Staranwalt Herbert Eichenseder als seinen Rechtsvertreter. Dieser vertrat bereits zahlreiche prominente Persönlichkeiten vor Gericht.
Julius Meinl, Hubert Gorbach, Wolfgang Flöttl, Heinz Jungwirth, Albert Fortell - nur fünf Namen auf der langen Liste derer, die dem Staranwalt bereits vertrauten. Wanda Kuchwalek, "Wiens einziger weiblicher Zuhälter", bezeichnete Eichenseder als "einzigen Mann in ihrem Leben". Immer wieder trat der Anwalt in Bankraub- und Mordprozessen auf, die in spektakulären Urteilen endeten.
Nun vertritt er den 36-Jährigen, der nach dem tragischen Tod einer 27-Jährigen festgenommen wurde. "Ich habe heute früh meinen Mandanten getroffen", sagte der Advokat am Freitag. "Der Staatsanwalt hat die Untersuchungshaft beantragt, bis in der Früh war diese aber noch nicht verhängt." Nicht zuletzt aufgrund einschlägiger Vorstrafen werde die U-Haft aber wohl schlagend werden.
Verdächtiger weiter nicht geständig
Der 36-Jährige verantwortete sich weiter nicht geständig. "Er kann sich nicht vorstellen, dass in der Flasche bei ihm im Auto Liquid Ecstasy war", sagte Eichenseder. Das bedeutet offenbar auch ein Zurückrudern gegenüber seinen Angaben bei einer ersten Befragung durch die Polizei. Der Anwalt betonte, dass das Entscheidende wohl die Analyse in Seibersdorf sein werde. "Dann wissen wir, was drin war und dann werden wir auch sehen, was mein Mandant dazu sagt."
Die Frau war am Morgen des 1. April ins Koma gefallen. Ein Bekannter hatte die junge Frau und eine Freundin mit dem Wagen von einer Party in der Donaustadt nach Hause gebracht. Als die 27-Jährige über Durst klagte, meinte der 36-Jährige, dass im Fond des Wagens einige Getränke liegen.
Die Frau öffnete eine Mineralwasserflasche und trank daraus. Sie musste sich übergeben und fiel bald darauf ins Koma. Reanimationsversuche blieben letztlich erfolglos, sie starb nach mehreren Tagen auf der Intensivstation des AKH, wie die Polizei entsprechende Medienberichte bestätigte.