Tote bei Gasunfall: 540 € Strafe für Hausbesitzer

Die Rettung konnte einen der Brüder noch reanimieren, brachte ihn ins Spital. Doch auch er verstarb an den Folgen der Gasvergiftung.
Die Rettung konnte einen der Brüder noch reanimieren, brachte ihn ins Spital. Doch auch er verstarb an den Folgen der Gasvergiftung.Bild: Manfred Fesl

Zwei Männer starben Ende Jänner im Haus eines Freundes in St Johann am Walde (Bez. Braunau) an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Der Mann stand am Dienstag vor Gericht.

Ein Bruderpaar (48 und 64) aus dem Bezirk Braunau hatte nach einer Feier Ende Jänner bei einem Freund in St. Johann am Walde übernachtet. Sie schliefen nach einer durchzechten Nacht in einem Nebengebäude.

Weil es kalt war, wollten sie sich mit einem kleinen Gasofen einheizen. Allerdings gab es in den Räumlichkeiten keinerlei Belüftung, die die giftigen Gase ableitete.

Die beiden sollen bei geschlossenem Fenster geschlafen haben. Ihr Freund und Hausbesitzer (49) fand die beiden am nächsten Morgen bewusstlos vor.

Ein Bruder war sofort tot, einer verstarb wenig später

Sie hatten eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten.

Während für den 64-Jährigen jede Hilfe zu spät kam, wurde der 48-Jährige reanimiert und ins Spital gebracht.

Doch auch er verstarb nur wenige Tage später an den Folgen der schweren Gasvergiftung.

Der 49-Jährige musste sich Dienstag vor dem Landesgericht in Ried wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Prozessausgang

Er wurde zu einer Geldstrafe in der Gesamthöhe von 1080 Euro, davon 540 Euro unbedingt, verurteilt. (Anm. der Red.: Der bedingte Teil ist nur zu verbüßen, wenn der Verurteilte neuerlich eine Tat begeht oder sonstige Auflagen, etwa die Zusammenarbeit mit der Bewährungshilfe, missachtet.)

(cru)

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