Dieses Wochenende wird Spielberg zum Nabel der Motorsportwelt. Der Formel-1-Grand-Prix von Österreich steigt in der Steiermark. Das PS-Spektakel wird nach der tragischen Nachricht aus Belgien aber zur Nebensache.
Bei einem Formel-4-Rennen in Spa kam der 18-jährige Dilano van't Hoff im Bereich der berüchtigten Hochgeschwindigkeits-Kurve "Eau Rouge" ums Leben.
ORF-Experte Alexander Wurz, Präsident der Fahrergewerkschaft GPDA, nimmt am Sonntag vor dem Spielberg-Rennen live auf Sendung dazu Stellung, verrät: "Zuerst einmal mein Beileid an die Familie. Er war ein Top-Fahrer. Sehr talentiert. Ich kenne ihn, weil er gegen meinen Sohn gefahren ist. Ein junger Fahrer, der alles gegeben hat. So jung das Leben zu verliern ..."
Der 17-jährige Charlie Wurz geht in der ADAC- und italienischen Formel-4-Meisterschaft für das Prema Powerteam an den Start.
Am 30. Juli gastiert auch die Formel 1 in Belgien. Soll es davor zur Entschärfung der umstrittenen Todeskurven im ersten Sektor kommen? Wurz: "Wir werden den Unfall über die GPDA analysieren. Wir sind da leider immer involviert. Hier hat die Unfallursache für mich nichts mit Eau Rouge zu tun, es waren mehrere Unfälle gleichzeitig. Es sieht nach Aquaplaning aus. Ich glaube, es gibt keinen Zusammenhang mit der Kurve. Wir ziehen keine voreiligen Schlüsse. Aber: Das gilt es genau zu analysieren."
Wurz über den Unfallhergang: "Ein 'T-Bone' ist das Horrorszenario eines jeden Rennleiters, jeden Fahrers, jeder Mutter und eines jeden Vaters. Dafür sind die Autos nicht ausgelegt. Die Autos sind bei jedem Frontalcrash extrem sicher. Aber ein Hochgeschwindigkeitsaufprall seitlich ..."