Todesschuss: Gutachter sollen Tragödie aufklären

Schuldig oder nicht schuldig? Nach der Tragödie um den Pensionisten Josef Schmiedinger (84) in Laakirchen sind jetzt die Gutachter am Zug. Einerseits sollen sie klären, ob der Polizist aus Notwehr geschossen hat, andererseits muss auch untersucht werden, ob der greise Mann die lauten Rufe der Beamten wirklich nicht gehört hatte!

Wie berichtet, war die panische Angst des pensionierten Werkmeisters Josef Schmiedinger Auslöser des verhängnisvollen Polizeieinsatzes:

Als in der Nacht zum Mittwoch der Zeitungszusteller Klaus A. (22) das Haus des Pensionisten anleuchtete, dachte dieser sofort an Einbrecher. Er griff zu seiner Pi-38-Attrappe aus dem Zweiten Weltkrieg, ging vors Haus. A. bekam den Schreck seines Lebens, alarmierte die Polizei.

Opfer konnte Rufe der Polizei nicht wahrnehmen

Als dann zwei Beamte aus Laakirchen beim Haus an der Weinstraße eintrafen, riefen sie dem anscheinend bewaffneten Hausbesitzer noch zu: Polizei! Halt! Waffe weglegen!

Schmiedinger dürfte die lauten Rufe nicht gehört haben, ging weiter. Da krachte plötzlich der erste Schuss aus der Pistole des Beamten, verfehlte ihn. Als der Pensionist die Waffe abermals nach oben zog, feuerte der Polizist ein zweites Mal - und traf den Pensionisten tödlich.

Diese Woche soll das Opfer beerdigt werden.

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