Eine Richterin nahm Michael P. (23) seine todkranke Tochter Ines kurz vor ihrer Herzoperation weg, gab sie der Mutter. Jetzt flattert dem Leiter der niederösterreichischen Jugendwohlfahrt eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs ins Haus.
Seit der Geburt von Ines (3) kümmerte sich der taubstumme Vater Michael zusammen mit Oma Silvia um das Mädchen, das an einer schweren Herzkrankheit leidet. Kurz vor einer OP sprach eine Richterin am Bezirksgericht Laa an der Thaya (NÖ) der Mutter das Kind zu – entgegen der Empfehlung der Ärzte. Justizbeamte entrissen Michael das weinende Mädchen.
Jetzt zeigte Oma Silvia den Leiter der NÖ-Jugendwohlfahrt wegen Amtsmissbrauchs an: Er hat nämlich die Möglichkeit, richterliche Beschlüsse abzulehnen, wenn Gefahr in Verzug ist. Er habe dies aber nicht getan, obwohl Kardiologen und Psychiater bestätigt hatten, dass für Ines’ Genesung ein Verbleib beim Vater das Beste wäre.
Jörg Michner