Passiert ist das Drama Dienstagabend in Linz-Ebelsberg: Supermarkt-Mitarbeiter Patrick J. (31) war Augenzeuge. "Ich habe Schreie gehört. Ein Mann schrie: 'Hilfe, Hilfe!', dann ging er unter und es war still", schildert der Linzer.
Der Linzer alarmierte sofort die Rettung, bemerkte dann noch eine weitere Person im Wasser, eine Frau. "'Bitte helfen Sie mir', rief sie mir zu. Aber ich konnte nichts machen, weil sie zu weit weg war."
Doch: Sie lag bisher auf der Intensivstation des Kepler-Uniklinikums im künstlichen Tiefschlaf, konnte nicht befragt werden. Donnerstag aber die gute Nachricht aus dem Spital: Sie ist nicht mehr in Lebensgefahr, konnte aufgeweckt werden. Bis sie allerdings von der Polizei befragt werden kann, wird es noch etwas dauern.
Bei dem Mann und der Frau handelte es sich um ein Pärchen, Daniela M. (37) aus Linz und Markus A. (33) aus Wien. Die 37-jährige Linzerin hatte sich an einem Ast festhalten können, blieb über Wasser. Polizisten konnten sie mit einem Stock zum Ufer ziehen, Feuerwehrleute holten sie dann aus dem 5 Grad kalten Wasser.
Doch ihre Freund blieb vermisst. Mittwoch wurde dann die Suche nach ihm fortgesetzt. Gegen 14 Uhr konnte seine Leiche gefunden werden – im Rechen des Kraftwerks Ebelsberg. Taucher bargen den leblosen Körper, eine Obduktion wurde angeordnet (Ergebnis steht noch aus).
Seit Dienstagabend wird gerätselt: Wie konnte das passieren? Denn: Am Ufer fanden die Polizisten Rucksack, Handy und Geldbörse von Markus A. Er hatte zuvor alles abgelegt gehabt. Stürzte seine Freundin ins Wasser, wollte er sie retten? Unklar.
Fakt ist auch: Wie "Heute" erfuhr, soll es zwischen den beiden immer wieder gekriselt haben. Können auch Beziehungsprobleme ein mögliches Motiv gewesen sein? Klären lässt sich das nur über die Überlebende, Daniela M.