Mitternächtlicher Einsatz für 47 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Linz und FF St. Magdalena: Nach einem Brand im Appartementobjekt Mostbauer in St. Magdalena mussten fünf Mieter und ein Hund mit Rettungsmasken aus dem dichten Qualm geborgen werden. Eine Mutter entkam mit ihrer Tochter durch ein Fenster.
Punkt 23.27 Uhr trafen die ersten Löschmannschaften aus Linz-Urfahr beim so genannten Mostbauern in St. Magdalena ein. Eine Wohnung im Dachgeschoß des umgebauten Bauernhauses samt Mostschänke stand bereits in Vollbrand, Rauchschwaden und beißender Qualm machten eine Flucht durchs Treppenhaus unmöglich - für eine Mieterin (34) und ihre Tochter (14) blieb als Ausweg nur noch eine waghalsige Kletterpartie durchs Wohnzimmerfenster samt Sprung ins Freie.
Bei einer Außentemperatur von minus fünf Grad warteten die Kleinfamilie und zehn weitere Hausbewohner auf das Eintreffen der Feuerwehrkräfte.
Mehrere andere Mieter hatten den Brandausbruch noch gar nicht bemerkt, als drei Löschtrupps mit schwerer Atemschutzausrüstung ins Gebäude eindrangen.
Die mitgebrachten Spezial-Sauerstoffmasken erwiesen sich als lebensrettend: Fünf eingeschlossene Hausbewohner und auch ein Hund konnten so unversehrt durch die giftigen Rauchschwaden ins Freie gelotst werden.
Noch Montagfrüh nahmen Brandermittler der Sicherheitsdirektion die Spurensuche auf. Vermutlich hatte das Feuer ein überhitztes Elektrogerät in der Dachgeschoßwohnung ausgelöst. Der Schaden wird auf mehr als 90.000 Euro geschätzt.
Carlo Korosa