Szene

Tom Clancy's Jack Ryan

Held von gestern als moderner Weltretter. Der neue Jack Ryan ist gut gelungen.

Heute Redaktion
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Alec Baldwin spielte ihn in "Jagd auf Roter Oktober", Harrison Ford in "Die Stunde der Patrioten" und "Das Kartell", Ben Affleck in "Der Anschlag" - Jack Ryan ist ein Evergreen auf der großen Leinwand, nun verwandelten ihn die Amazon Studios in einen Serienhelden.

Acht Episoden umfasst die erste Staffel von "Tom Clancy's Jack Ryan", gleich in der ersten wird CIA-Analyst Jack seines sicheren Bürojobs beraubt und in den Feldeinsatz geschickt. Mit seinem neuen Vorgesetzten James Greer (Wendell Pierce) begibt sich der Wirtschafts-Doktor auf die Jagd nach dem Terroristen Suleiman (Ali Suliman), der einen Anschlag auf die Vereinigten Staaten plant.

Alter Stoff, gut erzählt

Die Story ist nicht neu, ebenso wenig die Rolle des idealistischen, gutherzigen und feschen Agenten, der über sich hinauswachsen muss, um die Welt zu retten. Dafür macht die Serie genau das, was eine Serie machen sollte: Die Zwischentöne spielen, die in einem zweistündigen Film nur schwer Platz finden würden. Die Bösen sind weit mehr als seelenlose Schießbudenfiguren, die Guten keineswegs strahlende Helden.

Neben der Thrillerhandlung (die der Action zuliebe die eine oder andere Abkürzung nimmt) ist für die Zuschauer vor allem die Beziehung zwischen Greer und Ryan interessant. Sie wackelt und wächst, während stückweise Details aus der Vorgeschichte der beiden Figuren offenbart werden. Gelungen ist auch der Subplot mit Ryans Love Interest Cathy Mueller (Abbie Cornish), die nicht zum Heimchen am Herd verkommt.

(lfd)