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Tom Cruises PR-Leute verbieten Scientology-Fragen

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:27

Bis 2009 war der zweifache Oscar-Preisträger Paul Haggis (bestes Original-Drehbuch, bester Film für "Crash") selbst bei Scientology. Seit seinem Austritt ist er einer der prominentesten Gegner der Sekte. In einem Interview mit der US-Website "The Daily Beast" sprach er kürzlich über die Interviewpraktiken von Tom Cruise.

Bis 2009 war der zweifache Oscar-Preisträger Paul Haggis (bestes Original-Drehbuch, bester Film für "Crash") selbst bei Scientology. Seit seinem Austritt ist er einer der prominentesten Gegner der Sekte. In einem .

Cruise gibt gerne (und sehr ausführlich) über seine Filmprojekte Auskunft; was sein Engagement bei Scientology betrifft, scheint er aber weder in ein Mikro, noch in eine Kamera sagen zu wollen. "Seine PR Leute sind sehr smart", erzählt Paul Haggis, "Aber ich weiß nicht, wie sich Journalisten immer noch Journalisten nennen können wenn sie nicht mutig genug sind, eine Frage zu stellen. Ich meine, wie groß muss der Elefant im Raum sein, bevor man danach fragt?"

Bei dem angesprochenen Elefanten im Raum handelt es sich um ein Idiom aus dem englischen Sprachraum ("the elephant in the room"), das ein gewichtiges Thema bezeichnet, welches unausgesprochen in der Luft liegt. Dass Cruises Elefant - Scientology - stetig ignoriert wird, sieht Haggis als Verfall der "journalistischen Integrität".

Im Mittelpunkt des Interviews stand Haggis' neue Mini-Serie "Show Me a Hero" (unter anderem mit Oscar Isaac und Winona Ryder). Mehr hatte der Regisseur und Drehbuchautor daher nicht über Tom Cruise zu sagen - außer seiner Erklärung, warum der Schauspieler trotz Sektenzugehörigkeit so beliebt ist: "Wir vergeben jedem einfach alles, wenn er ein Filmstar ist, schätze ich."

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