Ski Austria, wie sich Österreichs Skiverband nun nennt, verkündete am Donnerstag das Karriereende des Steirers. Hauptverantwortlich dafür sind schwere Verletzungen. Ende 2021 zog sich Siebenhofer bei einem Trainingssturz auf der Reiteralm einen Kreuzbandriss zu, und verletzte sich beim Comeback im Jänner neuerlich schwer, diesmal riss das Kreuzband im rechten Knie.
"Der erste Kreuzbandriss hat meiner Motivation nichts anhaben können, aber die zweite Verletzung hat mir dann doch etwas den Wind aus den Segeln genommen, deshalb habe ich mich nach reiflicher Überlegung zum Rücktritt entschlossen", so Siebenhofer. "Unser Team war für mich wie eine zweite Familie, die ich natürlich sehr vermissen werde. Ich habe mich immer extrem wohl gefühlt – zuerst im Europacup, später auch im Weltcup", betonte der Steirer. Siebenhofer möchte nun sein Psychologie-Studium abschließen und danach die Trainer-Ausbildung starten.
"Als er so richtig im Weltcup durchstarten wollte, sind leider die beiden Knieverletzungen passiert. Sandro war mit seiner umgänglichen Art ein wichtiger Teil unserer Mannschaft", meinte Markus Gutenbrunner, Sportlicher Leiter der Scicrosser bei Ski Austria.
Siebenhofer galt als eines der größten rot-weiß-roten Talente im Skicross, wurde bereits 2016 Junioren-Weltmeister. In 42 Weltcuprennen fuhr der nun 26-Jährige sechs Top-Ten-Platzierungen heraus. Ein siebter Rang war seine beste Weltcup-Platzierung.