Hochdekorierter Beamter, Berater in einem Ministerium, Spitzenfunktionär einer Freiwilligen-Organisation – nur der akademische Titel fehlte noch – also musste der zweite Bildungsweg her.
„Und bei so vielen Funktionen ist die Zeit knapp. Daher schrieben zwei Ghostwriter beide Schriftsätze", behauptet ein Justizbeamter.
Die zwei Arbeiten (beide liegen „Heute" vor) wurden an einer niederösterreichischen Fachhochschule abgegeben, sind dort nicht einsehbar. „Zitate, Abkürzungen, Textgestaltung, Gendering – es geht aus den Texten klar hervor, dass diese geistigen Werke von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden. Und keine der Arbeiten schrieb der Betroffene, der hat das gar nicht drauf", verrät eine weitere Beamtin.
„Stimmt nicht. Rufmord!", meinte der Spitzenbeamte auf „Heute"-Nachfrage. (Lie)