Immer mehr Tote bei Protesten im Iran

Bei Protesten im Iran sind bislang mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Präsident Rohani plädiert weiter auf friedliche Diskussion der Missstände.

In der Nacht auf den heutigen Dienstag sollen in der Region um Isfahan weitere neun Menschen – sechs Demonstranten, ein Mitglied der Revolutionsgarde, ein Passant und ein Polizist – getötet worden sein. Der Revolutionswächter soll von einem Demonstranten mit einem Jagdgewehr niedergeschossen worden sein. Das berichtet das iranische Staatsfernsehen.

Es gibt demnach bereits mindestens 20 Tote in Verbindung mit den anhaltenden Protesten gegen die Regierung. Hunderte Menschen sind zudem bereits festgenommen worden.

Video:Auf dem Enghelab-Platz in Teheran versammelten sich am Neujahrstag tausende Menschen um gegen den "Diktator" Hassan Rohani.

Die Lage in dem Land ist äußerst unübersichtlich. In den sozialen Netzwerken kursieren Behauptungen, dass die Polizei in Dutzenden Städten das Feuer auf Demonstranten eröffnet habe – bestätigte Berichte darüber gibt es bislang allerdings nicht. Die Regierung ließ auch zahlreiche Onlinedienste und den Zugang zum Internet einschränken. So wurde etwa Messaging Dienst "Telegram" lahmgelegt um die Kommunikation unter den Regierungsgegnern zu erschweren.

Selbst Präsident Rohani musste in der Zwischenzeit einräumen, die Lage in seinem Land nicht mehr vollständig unter Kontrolle zu haben. Angefeuert werden die Demonstranten auch von außerhalb. Sowohl die USA, als auch Israel haben sich positiv über einen möglichen Umsturz geäußert.

Infografik: Die Proteste im Iran vom 28. Dezember bis zum Neujahrstag 2018.

(red)

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