Tote Journalistin: Bombe mit Handy gezündet

Neue Entwicklungen im Fall der toten maltesischen Aufdecker-Journalistin Galizia. Die Autobombe soll mit einem Handy gezündet worden sein.

Die Bloggerin und Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia starb am Montag in Malta durch die Explosion einer Autobombe. Laut Informationen der deutschen Presseagentur "dpa" soll der Sprengsatz mit einem Handy ferngezündet worden sein.

Kurz nach dem Start ihres Wagens explodierte ein halbes Kilogramm Sprengstoff, das an der Unterseite des Autos angebracht war. Laut Ermittlern deuten die Schäden am Autowrack darauf hin.

Söhne lehnen Kofgeld ab

Die Söhne der 53-Jährigen, Matthew, Andrew und Paul, wollten ein Kopfgeld von einer Million Euro für Hinweise auf die Attentäter nicht unterstützen. Man wolle keine Gerechtigkeit ohne Veränderung, schrieb Matthew Caruana Galizia am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite.

Sie fordern den Rücktritt des maltesischen Premierministers Joseph Muscat. Ihre Mutter hatte den Politiker mit Berichten rund um die "Panama Papers" in Bedrängnis gebracht. Seine Frau steht im Verdacht, Bestechungsgelder auf geheimen Konten in Panama gebunkert zu haben.

Muscat und seine Arbeiterpartei gewannen vorgezogene Wahlen trotz der Vorwürfe mit einem Erdrutschsieg.

(lu)

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