Tote und Vermisste nach Horrorbeben in Guatemala

Bild: Jorge Lopez / Reuters
Bei einem schweren Erdbeben vor der Küste Guatemalas sind am Mittwoch mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen. Wie Staatschef Otto Perez Molina, der das Katastrophengebiet im Südwesten des zentralamerikanischen Landes besuchte, mitteilte, wurden noch 23 Menschen vermisst. 155 Menschen wurden durch das Beben der Stärke 7,4 verletzt, 131 Häuser im Regierungsbezirk San Marcos zerstört.


Der Präsident rief die höchste Alarmstufe für ganz Guatemala aus und versetzte die Streitkräfte in Bereitschaft. Für den Fall eines Nachbebens schloss er eine Tsunami-Warnung nicht aus. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum teilte mit, es bestehe die Gefahr eines örtlichen Tsunamis in der Umgebung des Zentrums des Bebens. Eine Warnung für die Region wurde jedoch nicht herausgegeben.

Der Erdstoß hatte sich laut der US-Erdbebenwarte USGS am Mittwochvormittag (Ortszeit) unter dem Meer in einer Tiefe von 41,6 Kilometern ereignet. Das Epizentrum lag demnach 24 Kilometer südwestlich der guatemaltekischen Stadt Champerico und 163 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt.

Häuser stürzten ein

In den Ortschaften San Pedro Sacatepequez, El Recuerdo, San Francisco, El Quetzal und anderen stürzten zahlreiche Häuser ein oder wurden beschädigt. Auch in dem benachbarten Departement Quetzaltenango brachen die meist aus Lehm gebaute Häuser in sich zusammen. So berichteten Retter aus Concepcion Chiquirichapa, dort seien zehn Menschen verschüttet worden. Vier von ihnen seien tot geborgen worden.

Straßen wurden durch Erdrutsche blockiert, mehr als 2.000 Soldaten würden für Rettungsarbeiten eingesetzt. Perez zufolge gab es fünf Nachbeben. Die Erschütterungen waren auch in Mexiko-Stadt und in San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador, zu spüren.
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