Toter bei Lawinenabgang in Lienzer Dolomiten

Bei einem Lawinenabgang im Gebiet der Gemeinde Tristach in Osttirol ist am Samstag ein 67-Jähriger getötet worden. Sein Begleiter überlebte.

Im Bereich des Laserztörl im Gemeindegebiet von Tristach in Osttirol ist Samstagnachmittag eine Lawine abgegangen. Dabei wurde ein 67-jähriger Alpinist mitgerissen und verschüttet. Sein Begleiter wurde nur bis zu den Hüften verschüttet und konnte sich befreien. Die beiden Männer waren erfahrene Alpinisten, berichtet die "Kleine Zeitung".

Der 67-Jährige war am Nachmittag gemeinsam mit einem 42-Jährigen in den Lienzer Dolomiten im Bereich des Laserztörl in der Gemeinde Tristach in Osttirol unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt herrschte dort Lawinenwarnstufe 2. Als die beiden Männer in einen Hang einfuhren, löste sich plötzlich ein riesiges, etwa 500 Meter breites Schneebrett, das beide mitriss.

42-Jähriger konnte Begleiter orten und ausgraben

Während der 67-Jährige zur Gänze verschüttet wurde, konnte sich der 42-Jährige an einem Felsen festhalten und wurde so nur bis zu den Hüften verschüttet. Er konnte sich selbständig aus den Schneemassen befreien und anschließend seinen verschütteten Bergkameraden orten und auch ausgraben. Trotzdem kam für ihn jede Hilfe zu spät.

Da der 42-Jährige im Talboden jedoch über keinen Handyempfang verfügte, musste er mehrere hundert Meter aufsteigen, um Hilfe rufen zu können. Der Notarzt konnte vor Ort nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Im Einsatz standen neben der Bergrettung Lienz auch die Rettungshubschrauber Christophorus 7 und Martin 4, mehrere Hundeführer aus Tirol sowie der Polizeihubschrauber Libelle Tirol. (hos)

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TristachAntonia aus TirolInstitut für Schnee- und Lawinenforschung

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