Totes Kind am Airport-Klo: Mutter studiert Medizin

Bild: Flughafen Wien

Neue Details rund um den schrecklichen Tod eines Kindes (es war ein Mädchen) am Schwechater Flughafen: Die Mutter (27) wurde einvernommen, sagt das Baby sei fix tot gewesen. Jetzt wird die Nigerianerin in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert und dem U-Richter vorgeführt.

Um 18.30 Uhr war am Freitag die schwierige Einvernahme von Agata A. (27) zu Ende. Ihr Anwalt Wolfgang Blaschitz: "Sie war bei der Befragung in einem schlechten Zustand." Die Nigerianerin wird noch heute, einen Tag vor ihrem 28. Geburtstag, in die Justizanstalt Korneuburg (NÖ) eingeliefert. "Wir haben Antrag auf Untersuchungshaft gestellt", bestätigt Staatsanwalt Friedrich Köhl. 

Die 27-Jährige war von Weißrussland (dort studiert sie Medizin) zu einem 3-Tages-Kongress nach Washington unterwegs gewesen. Am Flughafen Wien brachte sie dann das Mädchen zur Welt, warf es in den Mistkübel, wurde dann von der Polizei am Terminal aufgefunden. Wie exklusiv berichtet, starb die Kleine dann im SMZ-Ost, auch die blutende Afrikanerin musste ins AKH gebracht werden. Am nächsten Tag wurde sie dann zur Einvernahme zur Polizei in Schwechat gebracht. Laut Star-Verteidiger Blaschitz war die Studentin der Meinung, der Säugling sei tot.

Laut Mutter wäre der planmäßige Geburtstermin erst im Dezember gewesen. Es kann aber auch sein, dass die 27-Jährige vor hatte, das Kind in den USA zur Welt zu bringen (Anm.: Damit hätte das Mädchen automatisch Anspruch auf die US-Staatsbürgerschaft gehabt, Birthright citizenship). Die entscheidende Frage ist aber: War das Kind überlebensfähig? Wenn ja, drohen der Mutter bis zu fünf Jahre Haft. Wenn nicht bleiben - aus juristischer Sicht - nicht viele Anklagepunkte über. "Das geht dann in Richtung Störung der Totenruhe", sagt Advokat Blaschitz.

 

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