Formel 1

Toto Wolff mit "Busspur-Kritik" an Mercedes-Star

Mercedes verspielte beim Grand Prix von Mexiko bereits am Start alle Siegchancen. Motorsport-Chef Toto Wolff erinnerte das stark an einen Bus. 
Martin Huber
08.11.2021, 08:22
olympia live
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Beim Grand Prix von Mexiko gelang Max Verstappen am Start ein Geniestreich. Mit einem starken Überholmanöver ließ der Red-Bull-Pilot gleich beide Silberpfeile hinter sich und fuhr zum ungefährdeten Sieg.

War das bereits sein Weltmeister-Streich für Red Bull? Vier Rennen vor Saisonende liegt der Holländer 19 Punkte vor Hamilton. 

Verstappen über den Traumstart

"Man kann den Start nicht vorhersehen, denn entweder ist man links, in der Mitte oder rechts, je nachdem, was passiert. Aber als ich außen war, war ich auf der Rennlinie und wusste genau, wo ich bremsen musste", blickte Verstappen auf seinen Traumstart zurück. "Es war echt schön, drei Autos nebeneinander, und es ging einfach nur darum, so spät wie möglich zu bremsen. Ich bin auf der Strecke geblieben und konnte von Platz drei auf eins nach vorne kommen. Das war entscheidend für mein Rennen, denn danach konnte ich mich ganz auf mich selbst fokussieren."

„"Eine Runde mehr und es wäre wohl vorbei gewesen"“

WM-Rivale Hamilton musste am Ende mit Platz zwei zufrieden sein. "Eine Runde mehr und es wäre wohl vorbei gewesen. Ich bin froh, dass ich noch Zweiter geworden bin." Der Mexikaner Sergio Perez wurde am Ende bei seinem Heimrennen hinter Hamilton Dritter.

Hamilton fordert Kraftakt

Für das Saison-Finish fordert der Brite einen Kraftakt im Mercedes-Team. Denn der Red Bull ist aktuell einfach das bessere Auto. "Ich muss jetzt alles aus meinem Auto herausholen, denn sie haben ganz klar das schnellere Auto. Wir müssen versuchen, jeden Stein umzudrehen und das Maximum rauszuholen, um den Kampf aufrecht zu erhalten."

„"Da ist alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann"“

Mercedes-Sportchef Toto Wolff ärgerte, dass wir es Red Bull "etwas zu einfach gemacht haben". Kritik übte er an Valtteri Bottas: "Valtteri hat geschaut, dass mit Lewis nichts passiert, aber er hätte nach links ziehen müssen. Da ist alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann. Wir versuchen uns in alle Richtungen zu strecken und dann ist sowas natürlich umso ärgerlicher."

Dass die Rennleitung vor dem Start mitteilte, die Start- und Zielgeraden nicht zumachen zu dürfen, hätte Bottas laut Wolff nicht beeinflusst. "Zwischen nicht zumachen dürfen und eine Bus-Spur freihalten ist noch Platz für ein Manöver."

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