Auch mehr als ein Jahr nach seinem Leben trauert die Fußballwelt immer noch um Legende Diego Maradona. Der argentinische Superstar starb im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt.
Die Umstände seines Todes beschäftigen in naher Zukunft ein argentinisches Gericht. Die Ermittlungen in der Causa Maradona sind abgeschlossen. Nun wird die zuständige Staatsanwaltschaft laut Angaben des TV-Senders "TN" ein Strafverfahren gegen sieben Personen beantragen.
Es handelt sich um eine Personengruppe rund um Maradona-Leibarzt Leopoldo Luque, die, so der Vorwurf, um den schlechten Gesundheitszustand des Ex-Kickers wussten, falsch gehandelt hätten. Sollten sie im Totschlag-Verfahren schuldig gesprochen werden, drohen bis zu 25 Jahre Gefängnis. Alle sieben bestreiten die Vorwürfe.
In argentinischen Medien wird die Staatsanwaltschaft zitiert: "Obwohl die medizinischen Fachleute um den schlechten Gesundheitszustand des Patienten wussten, nahmen sie Handlungen vor, die gegen die gängige Praxis verstießen, und unterließen notwendige Aktionen.“ Und: „Das verschlimmerte den Zustand von Maradona und brachte ihn in eine Situation der Hilflosigkeit."
Im Fokus der Ermittlungen stand die Zeit zwischen einer Operation nach einem Blutgerinnsel im Gehirn und dem Todestag am 25. November 2020. Dazwischen befand sich Maradona in häuslicher Betreuung. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Leibarzt und den weiteren sechs Personen schwerwiegende Fehler vor, die zum Tod des Patienten geführt hätten.
Der Fall sorgt in Maradonas Heimat für viel Aufsehen. Der Ausnahmekönner führte Argentinien 1986 zum Weltmeistertitel. Sein exzessiver Lebensstil tut der Liebe der Fans keinen Abbruch, verstärkt den Mythos Maradona viel eher.