Ihre Unerfahrenheit und eine fehlende alpine Ausbildung wäre drei Skitouristen am Montag in Ischgl im Tiroler Paznaun (Bezirk Landeck) beinahe zum Verhängnis geworden. Die Deutschen hatten den gesicherten Skiraum verlassen, um zu Fuß auf eine Scharte aufzusteigen. Beim talwärts fahren kamen sie von ihrer Route ab. Während die Rettungskette in Gang gesetzt wurde, gruben die drei eine Höhle als Nachtquartier. Nach knapp sechs Stunden im Gelände wurden sie unverletzt geborgen.
Die Urlauber entschieden sich gegen 15.15 Uhr für dieses Unterfangen. Sie wollten auf die Val Gronda Scharte hinauf, um anschließend zur Heidelbergerhütte abzufahren. Allerdings verschlechterte sich das Wetter während des Aufstiegs, weshalb sie auf dem Weg talwärts am sogenannten Piz Davo Sasse vorbeikamen. Als sie gegen 18.00 Uhr bemerkten, dass das Gelände auf rund 2.400 Meter Seehöhe in eine Schlucht überging, verständigten sie per Handy einen Hüttenwirt.
Dieser instruierte die drei Deutschen und alarmierte die Polizei. Eine Suchaktion mit Einsatzkräften der Berg- und Pistenrettung Ischgl, der Bergwacht Engadin und die Kantonspolizei Chur in der Schweiz wurde gegen 20.00 Uhr eingeleitet.
Bereits kurz vor 21.00 Uhr erreichte die erste Pistenmaschine die Val Gronda Scharte und stieß auf die Skifahrer. Sie befanden sich rund 300 Meter unterhalb der Scharte auf Schweizer Staatsgebiet