Nur drei Minuten nach dem Überfall der Trafik in der Linzer Weißenwolffstraße klickten für den Räuber Freitagmittag auch schon die Handschellen.
Großen Anteil daran hatte Goran (42, Name von der Redaktion geändert). Der zweifache Familienvater stellte sich dem Täter noch im Geschäft in den Weg, versuchte sogar ihm die Pistole abzunehmen.
"Ich wollte gerade bezahlen. Plötzlich stand ein maskierter Mann hinter mir. Er fuchtelte mit der Pistole herum und schrie Geld her", schildert Goran "Heute" den genauen Hergang.
Der 42-Jährige zögerte keine Sekunde, ging auf den Räuber los und versuchte ihm die Waffe abzunehmen. Goran: "Wir haben sicher eine halbe Minute gerangelt. Danach lief er mit der Beute und der Waffe davon."
Der Zeuge nahm sofort die Verfolgung auf. Der geschockte Trafik-Besitzer drückte schon zuvor den Notknopf im Geschäft.
Der Räuber kam allerdings nicht weit. Denn schon nach drei Minuten lief er in einem nahe gelegenen Park einer Polizeidiensthundestreife in die Arme. Die geladene Waffe sowie die Beute hatte er bei sich.
Dass Goran mit seinem beherzten Eingriff aber auch sein eigenes Leben riskierte, realisierte er erst später. "Meine Frau schimpfte mit mir. Sie meinte ich sei wahnsinnig", so der Held im "Heute"-Interview.
Der 42-Jährige war übrigens nur vor Ort, da er seinen Sohn in dessen nahe gelegenen Lokal besucht hatte.
(mip)